burger
burger
burger

TODD TERJE It’s Album Time (Olsen)

- Advertisement -

Zeit wurde es wirklich – seit zehn Jahren ist Todd Terje nun eine feste Größe. Er trat zunächst als fleißiger Produzent von Re-Edits auf den Plan. Er war neben Prins Thomas und Lindstrøm der dritte im Bunde der norwegischen Cosmic-Disco-Invasion, die in den Nullerjahren einige Zeit lang für Furore sorgte. Ein Album hat der aus dem Dorf Mjøndalen stammende Terje Olsen in all den Jahren jedoch nicht aufgenommen. Doch nun ist It’s Album Time da. Der Norweger streift exotische Disco-Gefilde, soundtrackartige Musik und kosmisch-Jazziges. Natürlich fehlen auch die Todd Terje-Club-Banger „Inspector Norse“ und „Strandbar“ nicht mit ihrer überbordenden Lust an melodischen Exzessen und ihrem Hang zu extrem guter Laune. Doch zwischendrin strapaziert Todd Terje die Geduld immer wieder mit dudeligen Easy-Listening-Exkursionen. Wirklich schwer erträglich ist „Alfonso Muskedunder“. Und dann ist da noch eine Downtempo-Coverversion des Robert Palmer-Songs „Johnny and Mary“, den Gesangspart hat niemand geringeres als Bryan Ferry übernommen. Doch wüsste man nicht, dass er es ist, man würde ihn nicht wiedererkennen, denn stimmlich präsentiert sich die Roxy Music-Legende gänzlich indisponiert. Ansonsten stellt Todd Terje auf It’s Album Time immer wieder unter Beweis, dass sich Clubmusik und Humor nicht ausschließen – was zu erwarten war. Doch ein wirklich gutes Album ist sein Erstling nicht geworden.

 


Stream: Todd TerjeDelorean Dynamite

In diesem Text

Weiterlesen

Features

[REWIND 2022] Clubkultur und Krise I: Warum es bisher keine Rückkehr zum Normalbetrieb gibt 

Groove+ Die Großen cashen ein, die Kleinen darben: Hier erfahrt ihr, warum es für das Nachtleben 2022 keine Rückkehr in die Normalität gab.

ÆDEN: Umfunktionierte Container und Grün zwischen Backsteinmauern

Groove+ Wie ist es, während einer Pandemie einen Club zu eröffnen? Diese und andere Fragen haben wir den Machern des ÆDEN gestellt.

Track by Track: John Tejada – Sweat (On The Walls)

Groove+ Kaum ein Track hat die Sinnlichkeit einer House-Party im Kellerclub so eingefangen wie „Sweat (On The Walls)”. Erfahrt, wie er entstand.