Das britische Synthpop-Duo Snow Ghosts ist variabel. Ihr Debütalbum changiert zwischen Achtziger-Düsternis, Shoegaze, Dubstep, Folktronica und Cut-Up Noise. Für das melancholischste Stück des Albums haben sie zwei ziemlich unterschiedliche Remixer gefunden: Ambient-Avantgardist Richard Skelton greift die sowieso schon schwermütigen Drone-Elemente des Songs auf und verwebt sie in eine schwebende Elegie von dunkelster Schönheit. Vernunftmensch Matthew Herbert nimmt den konträren Weg der Aufklärung: Die Soundelemente des Originals werden klein gehackt, neu sortiert und ordentlich arrangiert zu einem typisch Herbertschen Stolperhouse-Track. Beide Interpretationen machen Sinn, allerdings bleibt Skelton näher an der emotionalen Wahrheit des Originals.

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