Den Namen Trus’me brachte man anfangs mit sehr samplebasierter Musik in Verbindung. Die Tracks stellten zwar mehr als nur Re-Edits dar, unter Copyrights-Gesichtspunkten waren sie aber dennoch grenzwertig. Working Nights, das erste Album von Trus’me, knüpfte mit seinen in der Schule von Moodymann stehenden MPC-House-Tracks daran an. Mit In The Red folgte dann ein Album, das einen klassischeren, an Funk angelehnten Ansatz verfolgte und mit Gastmusikern wie Amp Fiddler oder Dam-Funk aufwartete. Dass Treat Me Right sich nun ganz anders anhört, ist keine große Überraschung. David Wolstencroft, der Mann hinter Trus’me und dem Label Prime Numbers, ist zuletzt unüberhörbar von Techno begeistert gewesen. Samples stehen nicht mehr im Mittelpunkt. Treat Me Right ist ein exzellentes Album geworden. Die Trus’me-Liebe zu Funk ist immer präsent, auch wenn Tracks wie „Somebody“ auf heftig pumpende Beats und fordernde Staccato-Handclaps setzen. Der Sound ist schmutzig, die Bässe zielen auf die Eingeweide. Das Referenzspektrum reicht dabei deutlich weiter als nur bis zu sexualisiertem Chicago-House-Sound auf der einen und metallischem Detroit Techno auf der anderen Seite.

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