burger
burger
burger

RUSTIE Glass Swords (Warp)

- Advertisement -
- Advertisement -

Die Plastik-Synthie-Ästhetik des Achtziger-Pop hat spätestens seit Hudson Mohawkes Album B u t t e r vor zwei Jahren ihren Weg in die elektronische Musik gefunden. Mit Russell Whyte alias Rustie veröffentlicht nun ein weiterer Produzent aus dem Numbers-Dunstkreis in Glasgow sein erstes Album auf Warp. Und sein Debüt ist voll von hymnischem Pathos, Achtziger-Synthies und bis zur Unkenntlichkeit hochgepitchten Stimmsamples. Trotz relativ simplem Aufbau der Tracks wird das Album nicht langweilig – auch aufgrund der ununterbrochen wiederkehrenden und bis zum Exzess getriebenen Spannungskurven. Rustie nimmt Crunk, Dubstep, 8-Bit, Funk-Pop, Eurodance, gegenwärtigen R’n’B und Rockriffs, wirft sie in einen Topf und kreiert seine eigene Melange – mit Überproduktion als bestimmender Konstante. Die überwiegende Zahl der Tracks sprüht vor hyperaktivem Optimismus und verträumt-romantischer Stimmung wie die bereits cluberprobte Single-Auskopplung „Ultra Thizz“. Bei „City Star“ werden die träumerischen ersten Takte plötzlich von bedrohlichen Synthesizerakkorden und brachialen Beats kontrastiert, was den Track zu einem testosterongeladenen Sonderfall auf G l a s s  S w o r d s macht. „After Light“ ist mein persönlicher Favorit für den ersten Platz in diesem auf Albumlänge ausgetragenen Wettkampf um die Hymnenkrone. Wabernde, verträumte Synthieflächen vereinen sich mit Arpeggi und Dubstep-Beats und erzeugen eine Stimmung zwischen Melancholie und Frohsinn. Und jetzt bitte selig lächeln, Augen zumachen und pathetisch die Arme hochreißen!

Rustie hat für unsere Podcast-Reihe einen großartigen Mix bereitgestellt.

In diesem Text

Weiterlesen

Features

Boutique-Festivals: Einmal einzigartige Erfahrung, bitte!

Groove+ Alpakastreicheln, Kakaozeremonien oder Luxuspavillons: Boutique-Festivals bieten die beste Experience – für alle, die es sich leisten können.

konkrit #13: Musikjournalismus – endlich wieder totgesagt!

Wir müssen darüber reden, wie wir über Musik und Kultur reden. Oder besser noch darüber, wer sich das überhaupt noch leisten kann.

Im Studio mit Luke Slater: Die Wahrheit, die es gar nicht gibt 

Luke Slater hat zuletzt seinen Alias L.B. Dub Corp für ein neues Album revitalisiert – und uns durch sein Studio geführt.