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SLOVE Le Danse (Pschent)

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Ein wilder Hybrid ist das, was Slove hier als Debüt abliefern. So kann man nach den ersten drei Nummern noch davon ausgehen, dass hier eine Art eklektisch-elektronische Postpunk-Vision gesponnen wird, von Musikern einer Generation, die das Prinzip Disco auf Youtube studiert hat, sich gern auf House- und Technopartys tummelt, zu Hause jedoch am liebsten mit My Bloody Valentine weint. Die Rede ist also von durchaus geschmackvollen Zeitgenossen mit Hang zu dosiertem Pathos, ohne lästiges Bewusstsein für altbackene musikhistorische Kategorien und die damit verbundenen stilistischen Einschränkungen.

Entsprechend enthüllen die Songs im weiteren Verlauf des Albums weit reichende Bezüge und Referenzen, unter anderem auch eine Affinität zu shoegazenden Electroclash-Szenarien („Flash“, „Noise Neige“) und hedonistisch ausgelassenen Indiedance-Krachern („My Pop“), bis schließlich dann doch der eigene Ton gefunden ist. Die letzten drei Stücke bringen das heterogen zusammengestellte, jedoch ausgesprochen umfassende understatement eines rundum gelungenen Debüts perfekt auf den Punkt: Pop, so sexy wie wissend. Zitate von Zitaten, irgendwo zwischen Console und dem LCD Soundsystem, dabei jedoch schwelgerisch auf eine völlig frische und unverkrampfte Art und Weise. Der Titel sagt aber eigentlich schon alles.

 


Video: SloveDo We Need?

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