Kaum denkt man, das war’s jetzt aber mit dem Cosmic-/Balearic-Revival, kommen die norwegischen Meister des Fachs mit einem neuen Album um die Ecke. Und all das, was einem problematisch erscheint, kommt einem in den Händen dieser Menschen wieder ganz großartig vor. Die kitschigen Pianos und das simple Pathos der Steigerung zum Beispiel auf „For Ett Slikk Og Ingenting“ klingen, als höre man sie das erste Mal. Wie machen die das? Nun, wie alle geschickten Revivalisten das machen: Man pickt sich die schönsten Momente heraus und lässt das Überflüssige weg. Man guckt sich ganz genau an, was funktioniert hat an den Originalen – und dies ist ein Bereich, in dem ganz vieles nicht funktioniert hat – und baut darauf auf. Lindstrøm und Prins Thomas wissen auch, dass der lange Atem entscheidend ist. Die Stück müssen lang sein – auch wenn das ein Problem der kosmischen Musik ist. Um lang zu sein, ohne zu langweilen oder gar prätentiös zu wirken, muss das rhythmische Moment absolut zwingend sein. Und auf II ist alles Rhythmus, alles greift ineinander, noch der kitschigste Sound treibt die Stücke voran. Das ist das Geheimnis von Lindstrøm und Prins Thomas.

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