Nach ihrer ersten EP als Moderat mit dem Titel „Auf Kosten Der Gesundheit“ vor sechs Jahren und gelegentlichen Kooperationen für einzelne Tracks haben sich Modeselektor und Apparat jetzt für ein ganzes Album zusammengetan. Dabei sorgen die Berliner nicht nur für die Musik, sondern bei zwei Stücken („Rusty Nails“ und „Out Of Sight“) auch selbst für den Gesang. Die Rolle des Sängers übernimmt Apparat, der seine Sache gar nicht schlecht macht und wie eine Kreuzung aus Depeche Modes Dave Gahan und Thom Yorke klingt. Zwei weitere Vocaltracks sind auf der CD enthalten – ein zuckendes Ragga-Techno-Stück mit Paul St. Hilaire und ein episches Electro-Ding mit Dellé von Seeed. Der Rest ist instrumental gehalten. Überraschungen bietet das Album nur wenige, vielmehr geht es Modeselektor und Apparat offensichtlich um die Verfeinerung und Ausdifferenzierung ihrer musikalischen Ausdrucksmöglichkeiten. Die Stimmung ist leicht melancholisch, der Klang warm und analog. Ein erwachsenes und solides Album, mit einigen Höhepunkten, die auch länger im Ohr hängen bleiben.

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