Denkst du, dass deine Musik Teil einer englischen Dance-Music-Abstammungslinie, eines Kontinuums ist?
Ja, vielleicht. Es gibt den UK-Underground schon so lange, dass gewisse Sounds oder Methoden gewisse Bedeutungen haben. Generell mag ich einfach die Tracks, und ich registriere aufmerksam die damit verbundenen Techniken. Aber ich mache mir mein eigenes Bild davon. Ich halte mich sehr an einige dieser alten Stücke, die nicht perfekt waren, etwas durcheinander und verstimmt. Der Sound, auf den ich fokussiert bin, ist eher so, als wenn du aus einem Club kommst, und da ist dieses Echo in deinem Kopf von der Musik, die du gerade gehört hast. Ich kann diese Art von Club-Zeug machen, aber ich kann versuchen, das Nachglühen dieser Musik festzuhalten.

Vielleicht den Punkt, an dem die Musik und die Menschen sich überschneiden?
So wie Leute, die nach dem Club zuhause sitzen, Playstation spielen und dabei immer noch das Echo ihres Abends auf der Piste im Kopf haben. Oder wie wenn du die Treppen zu einem Club runtergehst und beginnst, die Musik zu hören, aber da sind Leute um dich herum, die reden und die Musik vermischt sich mit dem wahren Leben. Ich mag diesen Sound – es ist wie die Erinnerung an einen Tune.

Deiner Musik gelingt es, die Balance zwischen hell und dunkel zu finden.
Viele Leute sagen, sie würden „düstere“ Tunes produzieren. Aber diese Stücke sind meistens nicht wirklich düster, sondern einfach nur klischeehafte „Männlicher-Zorn“-Musik. Wenn du etwas wirklich Dunkles hörst wie Dillinjas „Deadly Deep Subs“ oder „Mortex“ von Tech Itch, dann weißt du: Das sind heftige Tunes, die nichts vorspiegeln, sie bleiben ehrlich. Und einige der finsteren Tunes beruhen nicht einfach nur auf dunklen Klängen, manchmal können auch Vocals und warme Klänge hypnotisch sein und in einer kalten Art und Weise ausgeführt werden. Wenn du fühlst, dass die Person, die den Tune gemacht hat, schlecht drauf war, ein Stück Glas im Kopf stecken hatte oder schlechte Absichten hegte, dann ist das dunkel, und ich liebe dieses Gefühl. (lacht) Ich mag es, aufheiternde Elemente in etwas zu integrieren, das dunkel wie die Hölle ist. Lass sie für einen Moment auftauchen, und nimm sie gleich wieder weg. Das ist der Sound, den ich liebe. So, wie wenn du an einem Zeitungskiosk im Regen wartest – eine kleine Zuflucht, und dann gehst du nach draußen.

Das ist ein schöner Vergleich. Welche nichtmusikalischen Klänge inspirieren dich?
Mein Lieblingsgeräusch auf dieser Welt ist das des Motion-Trackers aus Aliens Weißt du noch, die Bewegungsmelder aus dem Film? Ich erinnere mich daran, wie ich das gehört habe, als ich klein war. Dieses unheimliche Geräusch von etwas, das etwas anderes in totaler Leere verfolgt. Alles, was ich je wollte, war Tunes zu machen, die rollende Garage-artige Junglist-Drums mit Subbässen, zerschnipselten Sängern und etwas von diesem Motion-Tracker-Ding haben! Gib mir einfach nur das, und ich bin glücklich.