Electronic – Body – Music

Podium zu elektronischer Musik

Foto: Jan-Michael Kühn

Techno und die Wissenschaften, das ist ein Thema für sich. Derweil sich insbesondere der frühe Detroit Techno von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen in Richtung einer unbekannten Zukunft leiten ließ und auch heute noch von Gerald Donald bis zu Max Cooper viele ProduzentInnen ihrer Arbeit eine wissenschaftliche Dimension verleihen, wehrt sich die Szene sonst strikt gegen jegliche akademische Vereinnahmungen. Dabei ist der Club und die Community drumrum insbesondere für die Sozialwissenschaften ein ergiebiges Forschungsgebiet.

Am 18. Februar finden sich für das von Jonas Eickhoff kuratierte Podium Electronic – Body – Music. Ordnung in und als Bewegung eine Reihe von Wissenschaftlern im Tanzcafé Oma Doris in Dortmund zusammen, um im passenden Rahmen soziologische Perspektiven auf die Techno-Szene zu präsentieren. Unter der Schirmherrschaft des Instituts für Soziologie an der Universität Münster geht es in mehreren Vorträgen einerseits um wissenschaftliche Annäherungen an die Techno-Szene und andererseits deren Strukturen an sich. Ein bekannter Name fällt dabei sofort ins Auge: Jan-Michael Kühn veröffentlichte vor Kurzem seine Doktorarbeit Die Wirtschaft der Techno-Szene: Arbeiten in einer subkulturellen Ökonomie als Buch veröffentlicht und ist vielleicht am ehesten als Fresh Meat und Betreiber des Blogs Berlin Mitte Institut bekannt.

Im Anschluss an die Vorträge und Diskussionen geht es sogleich weiter: Mit Sample-House-Überflieger Mall Grab sowie Bufiman, Clifford und Fonky Dan folgt eine vom Tanzcafé Oma Doris gehostete Clubnacht, welche die Theorie auf den Prüfstand stellen wird.


Groove präsentiert: Electronic – Body – Music. Ordnung in und als Bewegung
18. Februar 2017

Tanzcafé Oma Doris
Reinoldistr. 2-4
44135 Dortmund