burger
burger

Bufiman: Videopremiere von „Hard Timez”

Wie kaum ein anderer Künstler steht Bufiman für die Aufbruchsstimmung der zweiten Hälfte der 2010er, bevor die Szene in der Corona- und Nachcoronazeit auf altgediente Pop-, Trance- und Knüppeltechno-Rezepte zurückgriff. Seine Releases auf Versatile, Aiwo oder Safe Trip mündeten 2020 in sein bisheriges Opus Magnum Albumsi auf Dekmantel. 

Dort entwickelt Bufiman einen Sound, der der Eigendynamik der Synthesizerklänge und Drumcomputer-Grooves Raum gibt, der sich Distanz zur den in der Musik ausgedrückten Emotionen erlaubt, und auch gerne einen augenzwinkernden, humorvollen Blick auf diese wirft. 

Seine Corona-Pause beendete Bufiman mit zwei außergewöhnlichen Platten auf Warning und Cómeme. Zum Cómeme-Release erscheint ein Video von „Hard Times”, das er fast komplett selbst produziert hat. 

In der Lockdown-Zeit hat Bufiman das Malen für sich wiederentdeckt, erklärt er dazu. Am liebsten benutzt er dabei bunte Filzstifte. Im Lockdown produzierte er auch eine Radiosendung auf Worldwide FM, Frogressive Beats. Dafür hat er eigene Schriftzüge gemalt, ausgeschnitten und abfotografiert. „Mir fiel dabei auf, wie stark bei Filmaufnahmen die Bewegungen die räumliche Wahrnehmung verwirren können und habe ich direkt gedacht: daraus müsste ich ein Video machen”.

Das äußerst charmante und lebendige Video, das in einem langwierigen Prozess in wiederholten Mal-Sessions und Filmaufnahmen entstanden ist, zeigen wir euch in unserer Premiere. Wundert euch nicht, wenn ihr gegen Ende meint, euch in einem Loop zu befinden. „Im Video kommen die Credits schon bei Minute 3:27”, klärt Bufiman auf. „Weil von da an alles rückwärts läuft. Ein glücklicher Zufall, dass das Rückwärts auch auf die Musik passt. Also hatte ich zum Glück nur dreieinhalb Minuten zu schneiden – und doch ist es ein fünfminütiges Video.”

Bufiman – „Hard Timez”

Music: Bufiman
Artworks: Bufiman
Kamera: Jannes Becherer & Jan Schulte
Schnitt: Jan Schulte
Colour Grading: Jannes Becherer

In diesem Text

Weiterlesen

Features

Paranoid London: Mit praktisch nichts sehr viel erreichen

Groove+ Chicago-Sound, eine illustre Truppe von Sängern und turbulente Auftritte machen Paranoid London zu einem herausragenden britischen House-Act. Lest hier unser Porträt.

Mein Plattenschrank: Answer Code Request

Groove+ Answer Code Request sticht mit seiner Vorliebe für sphärische Breakbeats im Techno heraus – uns stellt er seine Lieblingsplatten vor.

TSVI: „Es muss nicht immer total verrückt sein”

Groove+ In Porträt verrät der Wahllondoner TSVI, wie sein einzigartiger Stilmix entsteht – und wie er als Anunaku Festival-Banger kredenzt.