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2012 ist zwar erst zwei Monate alt, dennoch gibt schon jetzt kaum noch Zweifel daran, dass Nina Kraviz mit ihrem selbstbetitelten Album eines der aufregendsten Debüts des Jahres gelungen ist. Die reduzierte, hypnotische und dennoch rohe Stimmung, die sich durch die Deephouse-Tracks und -Songs der 30-jährigen Russin zieht, wirft vor allem eine Frage auf: Woher nimmt eine in Sibirien aufgewachsene junge Frau nur so viel Funk? Einer der Gründe dafür ist, wie Kraviz in der aktuellen Groove-Titelgeschichte verrät, die umfangreiche Plattensammlung ihres Vaters, mit der sie aufwuchs und die voller Disco-, Jazz- und Progressive-Rock-Platten steckte. Für die neue Folge unseres Podcasts hat Kraviz diese Einflüsse zu einem besonderen und ungewöhnlichen Mix zusammengefasst.

 

Nina, wie bist du auf die Idee für diesen Mix gekommen?

Ich wollte einfach meine Liebe zum wundervollen musikalischen Erbe der 1960er und 1970er Jahre teilen. Ich finde, dass die Musik aus dieser Zeit extrem kraftvoll darin ist, Emotionen wiederzugeben. In diesem Mix geht es um Liebe, Leidenschaft und all that boogie! Es gibt zwischendurch ein paar ruhige Momente, aber die sind nur deshalb da, damit es danach umso verrückter weitergehen kann.

Du tourst in der kommenden Woche durch Deutschland, um dein Debütalbum vorzustellen, und wirst dabei zum ersten Mal auch mit einem Liveset auftreten. Wie sieht dein Setup dafür aus?

Du hast recht, auf der Tour werde ich die ersten Schritte mit meiner Live-Performance unternehmen! Deshalb habe ich auch beschlossen, mein Setup ziemlich einfach zu halten. Es besteht aus einem Computer, diversen Controllern, Effektgeräten, einem Keyboard und mir selbst am Mikrofon!

Gibt es einen bestimmten Auftritt, auf den du dich besonders freust?

Ja, ich bin eigentlich wegen allen ziemlich aufgeregt. Soll ich überhaupt noch anfangen, davon zu erzählen, wie sehr ich das Robert Johnson mag? Ich glaube nicht, dass ihr noch mehr sentimentale Äußerungen von mir braucht. Aber ich freue mich auch auf die Panorama Bar, den Ego Club mit seiner tollen Crew, wo ich meinen ersten Hamburg-Gig hatte und natürlich auch auf das Bob Beaman, wo ich noch nie gespielt habe, das mir aber Tobi Neumann schon vor langer Zeit wegen des großartigen Soundsystems empfohlen hat. Ja, ich bin sehr, sehr aufgeregt wegen meiner schönen Deutschland-Tour!

 

Nina Kraviz‘ Debütalbum Nina Kraviz erscheint am 27. Februar 2012 bei Rekids. Groove präsentiert ihre Album-Tour durch Deutschland von ersten bis vierten März. Alle Infos zu ihren Auftritten gibt es hier.

 


 


[audio:Groove _Podcast_05-Nina_Kraviz.mp3]
Download (MP3, 320 kBit/s, 40:33 Min., 92,9 MB)
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  1. Co Real ArtistWhat About You (In The World Today)
  2. Sweet Potato PieHot Disco Night (Are You Ready) Extended Mix
  3. Cultural VibeMa Foom Bey
  4. Cecil LeuterPop Electronique No.2
  5. Moody BluesIn The Beginning
  6. Byrdie GreenReturn Of The Prodigal Son
  7. Piero PiccioniOnce And Again
  8. Blood, Sweat & TearsI Love You More Than You’ll Ever Know
  9. The Swingle Singers & The Modern Jazz QuartetAir for G String (J. S. Bach)
  10. Piero PiccioniRevelation
  11. Claudja BarryLove For The Sake Of Love (Social Disco Club Edit)
  • halli hallo ist es bei euch auch so das der itunes download des groove podcasts nicht mehr klappt, ich find das echt schade ,denn der nina kraviz mix wär echt schön zu haben

  • bettkante

    playlist is wrong. 3rd track is „cultural vibe – ma foom bey“.

    • Daniel Fersch

      Oops, seems like you’re right! (The playlist has been revised now…)

  • good_morning

    #9 is The Swingle Singers & The Modern Jazz Quartet: Air for G String (J. S. Bach)

    • Daniel Fersch

      Thanks!

  • Einfach Sexy.

  • Jörn

    HAste recht klappt bei mir och nich,echt doof das dit bei der Groove nicht funktioniert!!schade Nina

  • der thorsten

    moin. ich sehe jetzt erst, dass dieser podcast nicht automatisch über itunes geladen wurde. könnt ihr ihn nicht nochmal freigeben? weshalb sind die alten podcasts nicht immer verfügbar? zu hohe serverkosten? vielen dank und gruss, der thorsten

  • FrankieStein
  • Caroline

    hm,

    this is in fact – in my eyes – a very uninspiring mix. i still do not understand the nina kraviz hype. yes, she is beautiful, female and young. but apart from this, this mix shows nothing. a bit piano, a little bit of soul, a little bit of everything. what is special nina k? i cannot find anything edgy or russian or different to make it sound interesting.

    i think, even my grandma would yawn.