Schwerin: Modellprojekt zum Drug-Checking auf Partys

In Mecklenburg-Vorpommern organisierte ein Forschungsteam der Universität Schwerin einen bundesweit einzigartigen Modellversuch. Feiernde im Schweriner Technoclub Zenit konnten ihre Drogen vor Ort auf Reinheit testen lassen. Das Ziel des sogenannten Drug-Checkings ist es, Konsument:innen vor gestreckten oder überdosierten Substanzen zu schützen.

Seit Juni gilt in Mecklenburg-Vorpommern die Drug-Checking-Verordnung, die die rechtliche Grundlage dieses Projekts liefert. Das Gesundheitsministerium und der Caritasverband unterstützen die Analyse der Substanzen. Teilnehmer:innen erhielten nach wenigen Minuten eine Analyse sowie Beratung, jedoch wurden die getesteten Drogen nicht zurückgegeben, sondern vernichtet.

Das Projekt traf auf Zustimmung, auch vom Berliner DJ Dr. Motte, dem Hauptact des Abends: Es gehe darum, dass jeder wisse, was er konsumiert. Er wünsche sich mehr solcher Angebote, wurde Dr. Motte im NDR zitiert. Bereits beim diesjährigen Fusion-Festival erfolgte ein erfolgreicher Testlauf.

Über die Jahre gab es mehrere Initiativen und Projekte mit der Absicht, über einen sicheren Konsum in der Technoszene aufzuklären, beispielsweise den Eve & Rave e.V Berlin, der in der Bundeshauptstadt von 1994 bis 2011 aktiv war. Außerdem hatte er mehrere zum Teil noch aktive Standorte in Deutschland und der Schweiz. Ziel der ursprünglichen Initiative war, den Drogenkonsum in der Szene durch Aufklärungsarbeit zu mindern und sicherer zu machen.

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