burger
burger

DJ Katapila: Awesome-Tapes-From-Africa-Produzent verstorben

Der ghanaische Produzent und DJ Ishmael Abbey alias DJ Katapila ist überraschend gestorben. Dies gab das Label Awesome Tapes From Africa am vergangenen Freitag bekannt. „Der unnachahmliche Produzent, Discjockey und Partyveranstalter starb am Sonntagmorgen zu Hause nach kurzer Krankheit. Er hinterlässt eine liebevolle Familie, darunter seine junge Tochter und seinen Sohn sowie seine 92-jährige Mutter.”

DJ Katapila, der seinen Namen von der Baumaschinenfirma Caterpillar entlehnte, war vor allem für seine Produktionen im Bereich Ga Folk bekannt – ein traditionelles Musikgenre aus Ghana. Anstelle der typischen, analogen Live-Percussions produzierte Katapila die Sounds elektronisch und kreierte einen eigenen House-Stil.

Ishmael Abbey wurde 1973 in Ghanas Haupststadt Accra geboren. Er interessierte sich früh für Theater und war Teil von Gesangs-, Trommel- und Tanzgruppen. Mit 16 Jahren fing DJ Katapila an, Musik aufzulegen. Ab 1998 spielte er auf Beerdigungen, Geburtstagen oder Outdoor-Events in ganz Ghana. Dazu sang und rappte er auf den ghanaischen Sprachen Twi und Ga.

Seine Karriere als Produzent begann erst im Alter von 39 Jahren mit einer Testversion von Fruity Loops. Seine Produktionen spiegelten Katapilas Vorliebe für den internationalen Dance-Pop wider, der in den Neunzigern auf den Radiosendern in Accra lief. Er mischte die Melodien mit Highlife und Hiplife, zwei populären Genres aus Ghana. Neben Detroit Techno und Chicagoer Acid House ließ er sich auch von der traditionellen Musik der Elfenbeinküste oder aus Togo beeinflussen.

2007 erschien Cocoawra, seine erste Single. Die Mischung der Einflüsse und Erfahrungen, die er als DJ und Produzent über die Jahre sammelte, bildete die Grundlage für sein wichtigstes Album Trotro, das offiziell 2016 auf Awesome Tapes From Africa erschien. 2018 erschien mit Aroo eine EP, auf der auch DJ Katapilas Tochter zu hören ist. Er betrachtete Aroo als einfache mathematische Gleichung: „Frankophone Rhythmen plus Techno gleich: heiß und tanzbar.”

Zur Zeit des Releases Zeit tourte Katapila mit dem Labelgründer von Awesome Tapes From Africa, Brian Shimkovitz, durch Europa und trat in Clubs wie dem Hamburger Golden Pudel, den Londoner Corsica Studios und dem Hidden in Manchester auf. Seine letzte Veröffentlichung war eine EP auf Tash LCs Label Club Yeke im Jahr 2022 namens Techno Africa. DJ Katapila wurde 51 Jahre alt.



News

Weiterlesen

PAL: Wiedereröffnung verschoben

Am 7. März sollte das PAL im Hamburger Congress Center eröffnen. Dieser Termin ist nun geplatzt und wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

PAL: Wiedereröffnung verschoben

Am 7. März sollte das PAL im Hamburger Congress Center eröffnen. Dieser Termin ist nun geplatzt und wird auf unbestimmte Zeit verschoben.

Giant Swan: Festival-Auftritt wegen Missbrauchsvorwürfen abgesagt

Robin Stewart, eine Hälfte des Techno-Duos Giant Swan, soll seine Ex-Freundin verbal missbraucht und sexuelle Gewalt ausgeübt haben.

DJs Against Apartheid: Globale Kampagne gestartet

Bislang unterzeichneten den Aufruf, der den Hamas-Angriff vom 7. Oktober als „bewaffneten Widerstand” bezeichnet, über 500 DJs.

Scooter: RTL Zwei zeigt Doku über H.P. Baxxter

Freunde von H. P. Baxxter sprechen über H. P. Baxxter – außerdem darf das Publikum endlich erfahren, wie der Scooter-Sound entsteht.

„Dream Machines”: Buch über die Anfänge von elektronischer Musik im UK angekündigt

Von Avantgarde-Experimenten nach dem Zweiten Weltkrieg spannt Matthew Collin in „Dream Machines” einen Bogen bis Acid House und Electronica.

Radical Softness: Spendenaufruf für Beisetzung und Gedenkfeier

Nach dem plötzlichen Tod von Radical Softness bitten Freund:innen um finanzielle Unterstützung, um die anstehenden Kosten zu decken.

Berlin: Clubarbeitende gründen Gewerkschaft

Unterstützung komme aus allen Technoclubs, Namen wolle man aber keine nennen. Für den 1. Mai ist dafür ein Demo-Rave geplant.

Radical Softness: Berliner DJ überraschend verstorben 

Radical Softness hatte sich auf Partys wie Rawmantique, Gegen oder Possession mit ihren lebendigen Technosets einen Namen gemacht.

Barboncino Zwölphi: Café im Golden Pudel schließt

Das Barboncino Zwölphi im Obergeschoss des Hamburger Clubs stellt Ende Februar seinen Betrieb ein. Für das Café soll es aber weitergehen.

Giant Swan: Festival-Auftritt wegen Missbrauchsvorwürfen abgesagt

Robin Stewart, eine Hälfte des Techno-Duos Giant Swan, soll seine Ex-Freundin verbal missbraucht und sexuelle Gewalt ausgeübt haben.
Der March for Rafah am 13. Februar im Zentrum von Philadelphia (Foto: Joe Piette/ Flickr)

DJs Against Apartheid: Globale Kampagne gestartet

Bislang unterzeichneten den Aufruf, der den Hamas-Angriff vom 7. Oktober als „bewaffneten Widerstand” bezeichnet, über 500 DJs.

Scooter: RTL Zwei zeigt Doku über H.P. Baxxter

Freunde von H. P. Baxxter sprechen über H. P. Baxxter – außerdem darf das Publikum endlich erfahren, wie der Scooter-Sound entsteht.

„Dream Machines”: Buch über die Anfänge von elektronischer Musik im UK angekündigt

Von Avantgarde-Experimenten nach dem Zweiten Weltkrieg spannt Matthew Collin in „Dream Machines” einen Bogen bis Acid House und Electronica.

Radical Softness: Spendenaufruf für Beisetzung und Gedenkfeier

Nach dem plötzlichen Tod von Radical Softness bitten Freund:innen um finanzielle Unterstützung, um die anstehenden Kosten zu decken.
Barkräfte (Foto: Alexis Waltz)

Berlin: Clubarbeitende gründen Gewerkschaft

Unterstützung komme aus allen Technoclubs, Namen wolle man aber keine nennen. Für den 1. Mai ist dafür ein Demo-Rave geplant.
Radical Softness (Foto: unbekannt)

Radical Softness: Berliner DJ überraschend verstorben 

Radical Softness hatte sich auf Partys wie Rawmantique, Gegen oder Possession mit ihren lebendigen Technosets einen Namen gemacht.
Barboncino Zwölphchen Pudel Instagram

Barboncino Zwölphi: Café im Golden Pudel schließt

Das Barboncino Zwölphi im Obergeschoss des Hamburger Clubs stellt Ende Februar seinen Betrieb ein. Für das Café soll es aber weitergehen.