Live Initiative Sachsen: Clubs fordern finanzielle Unterstützung

Corona, Inflation und steigende Energiekosten bedrohen sächsische Clubs wie das Institut für Zukunft oder das objekt klein a in ihrer Existenz. Es brauche dringend Soforthilfemaßnahmen, stellt nun die Live Initiative Sachsen (LiSA) in einem offenen Forderungspapier fest. Außerdem erhoffe sich die Interessenvertretung mehr politische Aufmerksamkeit und Anerkennung für sächsische Clubs.

Bereits ab diesem Jahr müsse ein Soforthilfeprogramm für Clubs und Livemusikspielstätten in Kraft treten, um gestiegene Kosten und Besucherrückgänge nach Corona abzufedern, so die LiSA. Zusätzlich soll es ab 2025 weitere Förderungen für die Entwicklung der sächsischen Clubkultur geben. Die Initiative betont die notwendige Unterstützung der Politik bei der Erneuerung der Baunutzungsverordnung und die Anerkennung von Clubs als kulturelle Einrichtungen.

Außerdem unterstützt die LiSA die Forderung der Kreativwirtschaft Sachsen zur Etablierung einer zentralen Anlaufstelle für die sächsische Musikkultur. Sie könnte in Zusammenarbeit mit dem Bündnis „Projekte zur Unterstützung der Clubkultur umsetzen und so die Resilienz der sächsischen Clubs und Livemusikspielstätten im Sinne des Kulturerhalts und der Kulturvielfalt aktiv steigern.”

Die Existenz vieler Clubs in Sachsen sei schon länger bedroht, schreibt das Netzwerk weiter. Durch die Energiekrise seien die Betriebskosten explodiert. Zudem spielen auch Nachwirkungen der Pandemie eine Rolle. „Clubs mussten als Erste schließen und durften als Letzte wieder öffnen. Geringe finanzielle Rücklagen waren in der Zeit der Schließung schnell aufgebraucht”, heißt es im Forderungspapier.

Sachsen hat deutschlandweit die flächenmäßig höchste Club-Dichte. Clubs erwirtschafteten im Freistaat zuletzt einen Jahresumsatz von 44,6 Millionen Euro. Die Live Initiative Sachsen agiert seit 2020 als Interessenvertretung der sächsischen Clubs. Derzeit hat sie das Mandat von 50 Mitgliedern, die auf kommunaler Ebene durch Verbände in Leipzig, Chemnitz und Dresden vertreten werden.

Das vollständige Forderungspapier der LiSA könnt ihr hier lesen.

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