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Die Platten der Woche: Sommertipps von Fat Fenders

Über 20 Jahre gibt es den Plattenladen Fat Fenders in Dresden nun bereits – diese Langlebigkeit alleine drückt die Ahnung von der Materie, die seine Macher mitbringen, vielleicht am besten aus. Dennis Bartetzko und Fabian Schneider bestücken nicht nur die Regale qualitativ hochwertig, sondern fungieren mit ihren Räumlichkeiten ebenso als Schaltzentrale für die Szene in Elbflorenz.

Ihren über alle Zweifel erhabenen Geschmack stellen sie auch mit ihren fünf Sommertipps unter Beweis: Von Berliner House über Dresdner Breaks bis hin zu internationalem Dub und rituellen Drums ist stilistisch viel geboten.

Projekt Freizeit – Diskothek Harmonie (No Questions Asked)

Das Berliner Lieblingslabel hat mal wieder wieder zugeschlagen und im Zuge der Fotoaustellung „Vanishing Berlin” das Release Nummer vier als Album mit einem grandiosem Artwork auf den Markt geschmissen. Es gibt fünf verschiedene Editionen – Neukölln, Berlin-Mitte, Friedrichshain, Prenzlauer Berg und Schöneberg.

Soundtechnisch wird Mensch hier mit smoothem, deepem House verwöhnt, perfekt für alle Sonnenauf- und -untergänge, und witzigen Interludes. Mehr gibt es nicht zu sagen, außer: Ich lieb’s! #NoQuestionsAsked

Hörbeispiele findet ihr auf der Homepage des Labels

1905 – Never Been 2 Bristol (Former City)

Mr. 1905 war leider niemals in Bristol, auch nicht zu der Zeit, als er sehr gern dort gewesen wäre. Als Hommage hat er diese Scheibe veröffentlicht. Vier unterschiedliche, deep groovende Sounds-like-mid-90’s-Oldschool-Jungle-Stepper mit jeder Menge (un)bekannter Samples, rollenden Beats und Basslines. Eine überaus erfrischende Art und Weise, sich an die Golden Era von Krust und Co. zu erinnern.

VA – NOAR 001 (NOAR)

Lange hat es gedauert, bis die 001 vom NOAR-Kollektiv endlich als Vinyl erhältlich war. Die Tracks von Friedrich Ernst, The Isolator, Anachronism, Planetary Secrets, Kawa Kawa und Otis Key sind fünfmal diverser, zeitloser Electro von warm bis rough, von Detroit bis Holland, von Regenbogen bis Bunker. Und ein Hit, der auf jeder Party im richtigen Moment für Hands-up-Momente sorgen kann! Wir wünschen viel Spaß damit!

PLO Man – anonymousmaterial (Acting Press)

anonymousmaterial ist ein Tauchgang, tief hinein in die Eleganz von erweiterter Technomusik, der einige Vergleiche nach sich zieht, etwa zu den frühen Black Dog Productions, B12 oder Chain Reaction. Dennoch schafft es PLO Man, stets frisch und eigenständig zu klingen, wie dieses Release mal wieder beweisst. Still in Love with Acting Press.

Vardae – The Kaipos EP (OODA)

Forest-Drive-West-Produktionen sind direkt und gut dosiert, was auf seinen neuen Label nicht zu überhören ist. Vier Trips von Vardae, von FDW co-produziert, mit rituellen Drums und Bass-intensivem, rhythmisch gebrochenem Sound. Hypnotic Feelings on the Dancefloor, for sure!

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