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180 min: Kurzinterview zur neuen Veranstaltungsreihe im Zenner

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Zenner (Foto: Presse)

Mit 180 min ist das Zenner um eine Veranstaltungsreihe reicher. Mit einem erfrischenden Konzept und gut ausgewählten Acts überzeugte man schon bei der ersten Ausgabe. Am 22. September geht es mit Rødhåd und VRIL, die ihr Projekt OUT OF PLACE ARTEFACTS im Rahmen eines dreistündigen Live-Sets präsentieren, in die nächste Runde.

Zu diesem Anlass haben wir David Boldt, dem Programmkurator, ein paar Fragen gestellt. Unter anderem geht es um die Folgen überfüllter Line-ups, die Relevanz von Newcomern und Gründe, wieso 180 min eine Chance für die Berliner Clubszene sein kann. Mehr erfahrt ihr im Kurzinterview.


GROOVE: Erst mal zum Start: Kannst du das Konzept von 180 min kurz umreißen?

David Boldt: Wir bieten Künstler:innen eine Plattform, auf der sie ihren kreativen Gedanken freien Lauf lassen können. Für die Besucher:innen bedeutet das: 180 Minuten Livemusik aus dem elektronischen Kosmos, genreübergreifend, mit den verschiedensten Elementen. Teilweise komplett umhüllt von Synthesizern, an anderen Tagen voll mit Modularequipment oder Drummachines.

Wie kamt ihr auf die Idee für 180 min?

Ich war in den letzten Jahren von vollgepackten Line-ups und zehn Acts pro Event genervt. Nach einer langen Partynacht konnte ich mich teilweise nicht mehr an die Künstler:innen erinnern. Mit 180 min wollte ich einen Weg finden, den Clubbesuch erlebbarer zu machen und nicht bis Sonntag um 4 Uhr auf seinen Lieblingskünstler warten zu müssen.

Zenner

Wie lief das Format bisher? Wie fiel das Feedback des Publikums aus? Konntet ihr bereits ein Zwischenfazit ziehen?

Es wird von Künstlern und auch vom Publikum sehr gut angenommen. Das Publikum ist deutlich aufmerksamer, und man spürt auch ab und an, dass es Neuland für den einen oder anderen Künstler ist, so sehr im Fokus der Aufmerksamkeit zu stehen. Umso schöner, wenn mit zunehmender Dauer des Sets diese Anspannung verfliegt und purer Euphorie weicht.

Was steckt hinter dem Gedanken, in der ersten Stunde explizit Newcomern eine Bühne zu geben?

Ich denke, dass die Newcomer von heute die Mainacts von morgen sind und im Moment doch gerne mal vergessen oder ab und an als Notnagel dazugepackt werden. Bei uns machen sie nicht nur das Opening, sondern auch das Closing, zwei komplett unterschiedliche Szenarien, die durchaus anspruchsvoll sind.

Habt ihr einen spezifischen musikalischen Fokus?

Wie schon gesagt verbinden wir hier handgemachte mit elektronischer Musik, Digital trifft auf Analog. Da ist das Spektrum unfassbar groß, wir schränken uns nicht ein.

Für die Party am 22. September habt ihr Rødhåd und .VRIL als OUT OF PLACE ARTEFACTS eingeladen. Wieso habt ihr euch für die beiden entschieden und was erwartet ihr euch von diesem Abend?

.VRIL hat schon eine Session bei uns gespielt und war so begeistert, dass es recht schnell Thema war, das Projekt mit Rødhåd auch hier im Zenner umzusetzen. Glücklicherweise trafen wir bei Act und Agent auf dieselbe Begeisterung. Ich kann ehrlich gesagt noch nicht sagen, was wir uns erwarten, und lasse mich überraschen. Ich weiß nur, dass beide liefern werden und wir uns extrem freuen.

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