Den meisten wird der Gast des aktuellen Electronic Beats Podcasts vor allem als bekannter Schauspieler ein Begriff sein – egal, ob auf der Bühne oder vor der Kamera. Lars Eidinger spricht mit Gesine Kühne allerdings über eine andere seiner Leidenschaften: Die Musik.

Bereits vor mehr als 20 Jahren begann Lars Eidinger auf Partys aufzulegen, er veröffentlichte sogar eine eigene Hip-Hop-Platte mit dem Titel I’ll Break Ya Legg. Seine Partyreihe Autistic Disco ist mittlerweile eine Institution des Berliner Nachtlebens. Im Interview beschreibt Eidinger, wie ihn die Clubkultur geprägt hat und wieso er es nach wie vor liebt, musikalische Grenzen zu sprengen. Er bezeichnet seinen Stil als „eklektischen Pop”. Damit meint er, dass alles spielbar ist, was ihn in irgendeiner Weise bewegt. So auch Techno, der einem das Gefühl vermitteln kann, dass man mit der Masse verschmilzt: “Es entsteht etwas, das größer ist, als die Summe der Anwesenden, etwas energetisches”.

Als DJ liebt es Lars Eidinger, Stile und Genres zu vermischen – so wie es seine Vorbilder die Sonic Pioneers (DJ Fetisch, DJ Kaos, DJ Marley) bereits zu Zeiten des WMF getan haben. Von House über Hip-Hop bis zu Soul und Funk. Auf Drake folgt Aphex Twin, eine durchaus erfrischende Herangehensweise. In seiner unnachahmlichen, schonungslos ehrlichen Art erzählt Eidinger, dass ihn die Musik zeitweise stärker beschäftigt hat als die Schauspielerei. Einmal bot er sogar während einer Theateraufführung am Computer des Bühnenmanagers auf einen Mini-Moog. Er legte sein Spiel so an, dass er im richtigen Moment hinter der Bühne verschwinden konnte, um den legendären Synthesizer zu ergattern – ob er ihn bekommen hat, verrät Eidinger allerdings nicht.

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