Das Konsumieren von Drogen gehört in der Clubkultur und Partyszene Berlins und andernorts für viele Leute mit dazu. Die rot-rot-grüne Landesregierung ist ihrem Plan, eine offizielle Drogen-Check-Stelle einzurichten, damit Konsument*innen Reinheit und Dosierung überprüfen lassen können, nun ein Stück näher gekommen. Seit Projektbeginn im November 2018 hat sich einiges getan: Auf Anfrage teilte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit der Deutschen Presseagentur mit, dass dem Projekt für 2020/21 Mittel im Doppelhaushalt zugutekommen werden. Für 2018/19 wurden bereits 150.000 € zur Verfügung gestellt.

Außerdem sagte eine Sprecherin der Senatsverwaltung der DPA, dass ein angefordertes Gutachten das Konzept für legal halte und sich Teilnehmer*innen des Projekts nicht strafbar machen würden. Auch Justiz und Senatsverwaltung des Inneren befürworteten diese Beurteilung. Ein offizieller Starttermin des Projektes ist allerdings noch nicht bekannt.

Unterstützer*innen des „Drug-Checkings“ erhoffen sich eine Verbesserung der Aufklärung über Inhalt und Konsum von Drogen. Auch soll das Projekt der öffentlichen Warnung vor den Gefahren des Drogenkonsums dienen. Laut der DPA sprachen sich Oppositionspolitiker gegen das „Drug-Checking“ Programm aus. Es verstärke nur den Konsumanreiz und würde Kriminelle unterstützen.

Instanzen wie die Berliner Polizei und Vertreter*innen der Clubs fordern zu einem Umdenken in der Drogenpolitik auf. Da Substanzen wie Kokain, Ecstasy und ähnliches immer verfügbarer werden, beantragen Expert*innen, Verfahren zu Kleinstmengen harter Drogen fallen zu lassen, wie auch der Tagesspiegel berichtete. Dies solle, ähnlich wie das „Drug-Checking“ Konzept, einen aufgeklärten Umgang mit Drogen fördern und zusätzlich Justiz und Polizei entlasten.