Zum Glück hat er sein Wort nicht gehalten. Rodney Smith, einer der angeschrägtesten HipHop-Produzenten Englands, kündigte auf seinem Vorgängeralbum an, es könnte sein letztes sein. Er hatte anscheinend ein paar Drogenexzesse und Psychiatrieaufenthalte zu viel hinter sich. Sein Auftrag ist aber noch lange nicht erledigt, Slime & Reason ist der beste Beweis dafür. Exzentrisch klingt er auch auf dieser Platte. Vor allem aber aufgeräumt und nach dem erklärten Willen, sein eigenes Versuchskaninchen zu sein. Als Vorbild dient ihm der Sound des jamaikanischen Studio One. Wie ein Reggae-Album wirkt das Ergebnis aber eher nicht. Zwar beginnt alles mit dem Schunkel-Dancehall „Again & Again“. Doch die meisten Stücke gehorchen Smiths eigenen musikalischen Regeln und mischen HipHop, Dub und Electro ganz so, wie es seiner rabiaten Fantasie passt. Für einige Stücke hat er zwei junge britische Produzenten verpflichtet. Die scheppernde Ragga-Nummer „Buff Nuff“ wurde von Toddla T geklöppelt. Und mit dem strahlenden Highlight „Let The Spirit“ zaubert Metronomy eine überirdische Digital-Soul-Hymne. Man muss für jedes neue Album von Roots Manuva dankbar sein, auch für dieses. Let the spirit move you.

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