Secretsundaze ist eine Londoner Partyinstitution und als solche natürlich auch schon lange nicht mehr wirklich „secret“. Gestartet 2002 als noch eher unscheinbarer Versuch, qualitativ hochwertige Tanzmusik in luftigen Draußen-Locations den Londoner Superclubs entgegenzusetzen, wurden aus wenigen Hundert Anhängern schnell Tausende, und das Ganze entwickelte sich zum Selbstläufer, inklusive weltweiter Gigs und angeschlossenem Plattenlabel. James Priestley und Giles Smith waren von Anfang an dabei und stellen sich natürlich, wie auch schon für die ersten beiden Compilations, selbst hinter die Regler, um zum zehnten Geburtstag Mixes einzuspielen. Priestley startet auf der ersten CD mit warmen und zurückgelehnten Housetracks von Marcus Intalex oder Rootstrax, um dann mit Recloose (toll: „Ain’t Changin“), warmem Detroitsound von Steffi oder Metope und Beatakrobatik von Jimmy Edgar (Xdistricts „Color Correction“ im Losoul-Remix) das Tempo anzuziehen. Smith, der ja auch gemeinsam mit Martin Dawson als Two Armadillos produziert, sucht ähnlich wie Priestley den Gral in der Tiefe, geht aber sein Set aus einer etwas technoideren Perspektive an. Mit Tracks von Anthony Shakir, Dinky oder Marshall Jefferson, die aber trotzdem nie aufgeregt nach vorn preschen, sondern immer eine entspannte Deephouse-Attitüde ausstrahlen. So gibt es zwar nichts auszusetzen, aber auch kaum echte Überraschungen.