Howdy! Jonas Wahrlich und seine Bande wildgewordener Minimal-Cowboys sind los. Ganz schön lang ist die Liste von Namen, die mit der Doppelcompilation Minor Hats...
Eine Booking-Agentur macht Ernst: Zum Zehnjährigen starten Wilde ein Label. Eine EP pro Vierteljahr ist geplant, zuvor wird der Roster auf einer digitalen Compilation...
Als Damian Lazarus’ ehemaliger Partner ihr gemeinsames Label City Rockers Anfang der Nullerjahre in der Hoffnung auf die dicke Knete an Ministry Of Sound anschloss, verlor der Förderer von Felix Da Housecat und damalige A&R-Manager eines der wichtigsten Güter, das ihm hoch und heilig war: Unabhängigkeit. Aus dieser Erfahrung heraus gründete er 2003 sein eigenes Baby Crosstown Rebels, das nicht den Profit, sondern junge Talente und vor allem frische, elektronische Musik in den Vordergrund stellte.
Natürlich müffeln retrospektive Compilations immer so ein wenig nach Geldmacherei. Vielleicht mag der Eindruck auch täuschen, aber gefühlt ist der Markt seit Jahren überflutet mit diesen phonetischen Geschichtsschreibungen. Das Label Strut Records ist eine der wenigen positiven Ausnahmen.
Dance Mania auf allen Kanälen. Strut veröffentlicht eine Retrospektive des zwischen 1985 und 2000 aktiven House-Label aus Chicago. Eine ganze Reihe aktueller Musiker bezieht sich mehr oder weniger direkt auf dessen Sound: DJ Richard mit White Material, der L.I.E.S.-Act Delroy Edwards, das Londoner Night Slugs-Label und natürlich Nina Kraviz. Und seit vergangenem Frühling ist Dance Mania selbst wieder aktiv.
Allein schon wegen den sich immer wieder aufs Neue übertreffenden Cover-Illustrationen verschiedener Erdenbewohner sind die Watergate-Compilations ein echter Hingucker. Für die aktuellste Ausgabe legte nun House-Legende Kerri Chandler Hand an und spielte den Mix direkt in einem Rutsch live ein.
Nach zwei Jahren Pause setzt die Münchner Disco-Institution Permanent Vacation wieder ihre Reihe mit den gesammelten Urlaubserinnerungen des Labels fort. Und beginnt zum Auftakt mit mehr als würdigem Neunziger-Glamour irischer Herkunft:
In einer kürzlich zufällig aufgeschnappten Konversation im überteuerten Ost-Londoner In-Plattenladen Kristina Records monierte sich der Besitzer und ein Kunde darüber, dass das New Yorker Label L.I.E.S. nicht nur Musik veröffentlicht, die dem entspricht, was man von einem Dancelabel erwartet.
Die Late Night Tales-Compilations finden ihre Bestimmung nicht an ekstatischen Clubabenden, sondern sind viel eher für entspannte Situationen gut. Für das passende Mischverhältnis wühlen...
Körperliche Erfahrung ist essentiell für Tanzmusik. Auf verschiedene Arten untersuchen ProduzentInnen, wie Klänge erfahrbar gemacht werden, probieren DJs aus, wie Musik auf Menschen wirkt. Kevin McAuley alias Pangaea sucht in gleich drei Feldern nach der Triebkraft für physische und mentale Stimulation ...
„Meta-disco and proto-house“ verspricht das Cover, zusammen mit „originals ahead of their time“. Etiketten und Werbebotschaften wie diese erzeugen oftmals ja eher Unbehagen. Dazu besteht hier allerdings keinerlei Anlass.
In Zeiten, in denen tausende und abertausende DJ-Mixes und Podcasts tagtäglich über Plattformen wie Soundcloud oder Mixcloud den Markt überschwemmen, fällt es vielen Herausgebern zunehmend schwerer, wirklich relevant zu bleiben.
50 Weapons ist eines der prägendsten Label der Techno-Renaissance der vergangenen Jahre. Nun erscheint eine massive Compilation auf zwei CDs von fast zwei Stunden Spieldauer, die alle bisher erschienen Remix-Singles zusammenfasst.
Danny Howells ist in vornehmlich britischen beziehungsweise US-amerikanischen Kreisen durchaus eine feste Größe, und mit Residencies in Läden wie dem New Yorker Twilo und weltweiten Bookings ist das wohl auch durchaus verdient.
Am Anfang war eine Kassette. 1996 erschien Publik Draft von Peel Seamus als Katalognummer Eins auf Delsin. Es sollte das einzige Tape bleiben, dafür aber den Grundstein für die heute nicht mehr aus der Elektronikmusikszene wegzudenkende Plattenschmiede aus Amsterdam legen.
Selbstverständlich muss der Promowisch Boys Noize abfeiern. Die Worte „legendary“ und „elite“ finden sich gleich im ersten Satz. Ob es Alex Ridha allerdings gefällt...
30 Jahre, 30 Tracks. Logisch. Und konsequent. Natürlich darf bei diesem Perlenjubiläum des belgischen Traditionslabels R&S gerne Sentimentalität aufkommen. Andere Alternative: Ehrfurcht, sicher auch Respekt oder schlichtweg Bewunderung. Die späten Achtziger und frühen Neunziger ohne R&S? Kaum vorstellbar.
Die einen werden als verrückt abgetan, die anderen als unsensible Anti-Esoteriker diffamiert: Letztlich hängt es doch aber immer am individuellen Aberglauben, ob man der...