28 Fragen: JakoJako

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Zwischen Kabelsalat und Clubnächten hat sich JakoJako längst als eigenständige Stimme im elektronischen Kosmos etabliert – mit einem Sound, der sich wie ein lebendiger Organismus anfühlt.

Jetzt hat sie mit Hardwired die neue Ausgabe der Compilationreihe Air Texture kuratiert: ein hochdifferenziertes Werk zwischen Techno, Experiment und Ambient. Grund genug, ihr 28 Fragen zu stellen – über Vorstellungen von Glück, begangene Fehler – und die beste Party ihres Lebens.

Der Fragebogen, den der Schriftsteller Marcel Proust „in seinem Leben dreimal ausgefüllt hat”, war als Herausforderung an Geist und Witz in den Pariser Salons des späten 19. Jahrhunderts so beliebt wie als Rubrik in den Achtzigern im Magazin der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. Wir haben ihn für Nachtleben und elektronische Musik angepasst und legen ihn Musiker:innen und Akteur:innen der Szene vor.

Was ist für dich das größte Unglück?

Krankheit, Krieg, Hass.

Wo möchtest du leben?

Eine Zeit lang in Asien, würde in Tokio starten.

Was ist für dich das vollkommene irdische Glück?

Echte Liebe und Romantik, Harmonie in der Natur und dazu gute Musik, bitte, danke!

Deine liebsten Musiker:innen – im Elektronik-Kontext und darüber hinaus?

Stecke in einer miesen Deutschrap-Phase fest, wenn ich diese Namen droppe, bin ich morgen arbeitslos.

Dein liebster bildender Künstler?

Bin Hokusai- und Dalí-Fan. Aktuellere Kunst feier‘ ich von Leuten wie Jérôme „Trëz” Oudot, Reza Hasni, Philipp Merkelbach, Christopher Kieling. Das letzte Original, das ich gekauft habe, war von Jan Koke.

Dein liebster Social-Media-Creator?

Quarks Dimension Ralph und SynthDad. Außerdem folge ich zu vielen Friseur-Channels, auf denen erklärt wird, wie Haare geschnitten werden. Keine Ahnung, warum.

Welche Eigenschaften schätzt du an einem Partygast am meisten?

Wenn er ehrlich Spaß hat und sich nicht zurückhält, das zu zeigen, dabei aber umsichtig bleibt.

Verrät viel, aber nicht alles: JakoJako (Foto: Katja Ruge)

Deine Lieblingstugend?

Gerechtigkeit, Hilfsbereitschaft.

Mit welcher:m verstorbenen Künstler:in würdest du dich gerne treffen?

Keine Ahnung, was ich mit ihm besprechen würde, aber: Michael Jackson.

Deine Lieblingsbeschäftigung?

Mit humorvollen Menschen lachen und Witze reißen.

Was wäre aus dir geworden, wenn du keine Musikerin geworden wärst?

Nichts Gutes, haha.

Dein Hauptcharakterzug?

Habe eine Freundin gefragt, und sie sagt Folgendes: „Authentisch, smart, offen, ungefiltert, wissensdurstig, aktiv. Mir würd‘ noch einiges einfallen, aber nichts, was man im interview sagt.”

Dein größter Fehler?

Dieses Interview – Spaß!

Was möchtest du sein?

Entspannt und gesund.

JakoJako (Foto: Katja Ruge)

Deine Lieblingsfarbe?

Richtige Freundschaftsbuch-Frage: Grün.

Deine Lieblingsblume?

Blumenkohl.

Dein Lieblingsvogel?

Wer das liest, ist ein Vogel. Du!

Deine liebste Stadt?

Berlin!

Wie möchtest du alt werden?

Es darf nicht langweilig werden. Und ich will, wie wahrscheinlich jeder andere Mensch, einfach gesund bleiben.

Deine erste selbstgekaufte Platte?

Es war eine CD, und sie hieß: Die Schlümpfe – Tekkno ist cool! Banger after Banger, hab‘ ich im Kinderzimmer gepumpt und bin wild rumgesprungen!

Beste Party deines Lebens? (Wo, wann, wer hat gespielt?)

Boah, ich komme gerade vom Moment Festival in Japan. Meine Mama war am Start, und wir haben uns neu zu DJ Hi-Cs Set kennengelernt. Er hat so gut gespielt, skilled ohne Ende und die Tracks so divers. Aber alles hat vibriert. Das war schon ziemlich geil und schwer zu toppen. Das letzte Mal, dass ich so wild getanzt habe, war in der Mongolei auf dem Intro Festival. Biliguudei hat so ein stabiles Tech-House-Set geliefert.

Wofür sollte sich die Szene schämen?

Gatekeeping, Track-IDs.

Wofür schämst du dich?

Als ob ich das jetzt sage, haha!

Zu was werden wir in zehn Jahren tanzen?

Hoffentlich zu irgendwas, was wir jetzt noch nicht kennen.

Zu was hast du vor zehn Jahren getanzt?

Tech-House, Industrial Techno, Minimal Techno? Keine Ahnung, ich hab‘ ja zu allem getanzt, nonstop!

Wie geht es dir jetzt im Moment?

Ganz gut. Ich sollte mich eigentlich für einen achtstündigen Jam vorbereiten, stattdessen mache ich dieses Interview.

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Zum Porträt über JakoJako von 2023 kommt ihr hier, zu ihrem Mix für unsere Podcast-Reihe hier.

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