Loophole: Berliner Location muss schließen

Das Loophole in Berlin-Neukölln muss ab sofort schließen, wie die Betreiber:innen auf den sozialen Medien mitteilten. Die Gründe dafür seien mannigfaltig: Offiziell sei die Location wegen der fehlenden Lizenz für Konzerte geschlossen worden. Zum Ende des Loopholes trugen laut den Betreiber:innen aber auch die „exponentiell gestiegenen Mietpreise” sowie fortwährende Versuche der Nachbarschaft bei, der Venue ein Ende zu bereiten. Diese beinhalteten Drohbriefe, polizeiliche Razzien und Vandalismus.

Man sei dennoch sehr dankbar für die Community, die man über die letzten 13 Jahre hinweg aufgebaut hat, und für jede Person, „die im Kollektiv mitgewirkt und diesen Ort zu dem gemacht hat, was er war.” Zudem gebe es eine Hoffnungsschimmer für die Zukunft, über den man die Community auf dem Laufenden halten werde. Diese solle vorerst nur wissen, dass man nicht bereit sei, das Aufgebaute einfach loszulassen.

Wer Hinweise bezüglich eines neuen Standortes hat, soll mit dem Loophole in Kontakt treten. Außerdem richtete das Kollektiv eine GoFundMe-Seite ein, um die Ausgaben zu decken, die durch den kurzfristigen Auszug entstanden sind.

Das Loophole war ein unkommerzieller, von der Community getragener Kunst- und Kulturort mit Bar und Tanzfläche im Berliner Stadtteil Neukölln. Immer wieder hatte es mit den Folgen der Gentrifizierung und unverhältnismäßigen polizeilichen Maßnahmen zu kämpfen.

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