burger
burger
burger

Bauausschuss des Bundestags: Clubs sind Kulturstätten

Bundestag Vogelperspektive (Foto: Unsplash)

Clubs sind Kulturstätten. Das hat der Bauausschuss des Bundestags gestern entschieden. Eine Zustimmung des Bundestags am Freitag gilt damit als sicher.

In das im November 2020 beschlossene Baulandmobilisierungsgesetz hatten die Abgeordneten der Koalition die Forderungen der Clubs und des parlamentarischen Forums Clubkultur nicht mit aufgenommen. Innenminister Horst Seehofer hatte sich persönlich gegen eine Anerkennung von Clubs als Kulturstätten ausgesprochen. Nun hat sich das parlamentarische Forum darauf geeinigt, einen gemeinsamen Entschließungsantrag einzubringen, dem gestern im Bauausschuss von allen Fraktionen außer der AfD zugestimmt wurde. Über den Antrag wird am Freitag im Plenum des Bundestags abgestimmt.

Damit werden Clubs in der Baunutzungsverordnung nicht länger als „Vergnügungsstätten”, sondern als „Anlagen kultureller Zwecke” bewertet. Auch die Einführung einer Experimentierklausel Lärmschutz ist Teil des Beschlusses. Die Länder haben so mehr Autonomie, Lärm-Konflikte flexibler und im Interesse von Clubs zu lösen.

In einer Pressemitteilung erklärt Caren Lay (stellv. Vorsitzende sowie baupolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE): „Mit der Anerkennung von Clubs als Kulturstätten durch den Bauausschuss ist der erste Schritt getan, um das Clubsterben zu stoppen.” Weiter führt sie an: „Der Entschließungsantrag zum Gesetzentwurf ist eine Willensbekundung des Parlamentes. Nicht mehr und nicht weniger. Mit dieser symbolische Anerkennung Ist der erste Schritt getan. Die Arbeit im Parlamentarischen Forum Clubkultur hat sich gelohnt. Allerdings ist es fraglich, ob die Bundesregierung es in dieser Legislatur noch umsetzt. Es darf daher nicht bei einem Schaufensterantrag bleiben, ich erwarte die Umsetzung noch in dieser Legislatur, sonst fangen wir ab Oktober wieder von vorne an.“ 

Bei weiteren wichtigen Forderungen der Clubszene gibt es aber keinen Fortschritt, gibt Lay zu bedenken: „Weder beim Schutz bestehender Clubs noch bei der Einführung von Kultur-(Schutz-)Gebieten oder bei der dringenden Deckelung von Gewerbemieten und einem besseren Kündigungsschutz für Clubs sind wir einen Schritt weiter gekommen. Darauf werden wir als Linksfraktion in der nächsten Legislatur weiter drängen.”

News

Weiterlesen

Ninja Tune: Label von US-Musikverlag Concord übernommen

Ninja Tune ist eines der größten Indies für elektronische Musik in Europa. Nun geht er in einem US-Konglomerat auf.

Ninja Tune: Label von US-Musikverlag Concord übernommen

Ninja Tune ist eines der größten Indies für elektronische Musik in Europa. Nun geht er in einem US-Konglomerat auf.

Nach Epstein-Verwicklung und Künstler-Boykott: Wasserman Media Group heißt jetzt „The Team”

Casey Wasserman hatte den Verkauf seiner Agentur angekündigt. Die Umbenennung markiert wohl den ersten Schritt im Prozess.

Robert Johnson: Offenbacher Club hat neuen Innenanstrich

Zuletzt war der britische Illustrator Stephen Smith mit den Live-Visuals von Oasis beschäftigt – nun gestaltet er die Innenräume des Offenbacher Traditionsklubs.

Raumsonde: Online-Tool soll Veranstaltungs-Genehmigungen in Berlin erleichtern

Wer in Berlin Open-Air-Events plant, bekommt mit der Plattform Raumsonde zukünftig eine digitale Partnerin an die Hand.

Konzertmonopol: Live Nation erzielt vorläufige Einigung mit US-Justizministerium

Live Nation und der Tochtergesellschaft Ticketmaster wird seit Jahren vorgeworfen, den Live-Sektor zu monopolisieren.

LiveKommbinat Leipzig: Initiative schlüsselt Preise für Clubbesuch auf

Warum kostet der Clubbesuch heute doppelt so viel wie früher? Dieser Post zeigt, wie sich Clubnächte in den letzten Jahren verteuert haben.

Peru: Bombenanschlag in Nachtclub verletzt mindestens 33 Menschen

Während eines Konzerts im Club Dalí in Trujillo kam es zu einer Explosion, bei der auch Minderjährige ernsthaft verletzt wurden.

THE CLUBMAP: Berliner Eventkalender startet als App

Einst erschien THE CLUBMAP als gedrucktes Magazin, nun ist die App als Alternative zum Monopolisten Resident Advisor verfügbar.

Berlin: Demo-Rave zum Erhalt des RAW-Geländes geplant

Mit „Musik, Herz und Haltung” will der Verein Slust gegen die Schließung von Clubs auf dem RAW-Gelände protestieren.
Die Wasserman Media Group, die jetzt The Team heißt, verfügt über Büros auf allen fünf Kontinenten – hier Sportler:innen und Agent:innen aus Großbritannien (Foto: The Team)

Nach Epstein-Verwicklung und Künstler-Boykott: Wasserman Media Group heißt jetzt „The Team”

Casey Wasserman hatte den Verkauf seiner Agentur angekündigt. Die Umbenennung markiert wohl den ersten Schritt im Prozess.
Der Künstler Stephen Smith im frisch gestalteten Robert Johnson (Alle Fotos: Holger Wüst)

Robert Johnson: Offenbacher Club hat neuen Innenanstrich

Zuletzt war der britische Illustrator Stephen Smith mit den Live-Visuals von Oasis beschäftigt – nun gestaltet er die Innenräume des Offenbacher Traditionsklubs.
Wankelmut spielt auf einem Open-Air im Strandbad Grünau (Foto: Instagram / wankelmut.berlin)

Raumsonde: Online-Tool soll Veranstaltungs-Genehmigungen in Berlin erleichtern

Wer in Berlin Open-Air-Events plant, bekommt mit der Plattform Raumsonde zukünftig eine digitale Partnerin an die Hand.
Fred again.., Four Tet und Skrillex touren mit Live Nation (Foto: Chris Lavado)

Konzertmonopol: Live Nation erzielt vorläufige Einigung mit US-Justizministerium

Live Nation und der Tochtergesellschaft Ticketmaster wird seit Jahren vorgeworfen, den Live-Sektor zu monopolisieren.
Inzwischen wieder geschlossen: Das Axxon N. (Foto: Joao de Carvalho)

LiveKommbinat Leipzig: Initiative schlüsselt Preise für Clubbesuch auf

Warum kostet der Clubbesuch heute doppelt so viel wie früher? Dieser Post zeigt, wie sich Clubnächte in den letzten Jahren verteuert haben.
Die Disco Dalí in Trujillo (Foto: Google Maps/Khriz Acm)

Peru: Bombenanschlag in Nachtclub verletzt mindestens 33 Menschen

Während eines Konzerts im Club Dalí in Trujillo kam es zu einer Explosion, bei der auch Minderjährige ernsthaft verletzt wurden.
Die neue THE-CLUBMAP-App für Android (Foto: Heiko Jansen)

THE CLUBMAP: Berliner Eventkalender startet als App

Einst erschien THE CLUBMAP als gedrucktes Magazin, nun ist die App als Alternative zum Monopolisten Resident Advisor verfügbar.
Protestierende Menschenmenge (Foto: Chris Slupski, lizenzfrei zu verwenden via Unsplash)

Berlin: Demo-Rave zum Erhalt des RAW-Geländes geplant

Mit „Musik, Herz und Haltung” will der Verein Slust gegen die Schließung von Clubs auf dem RAW-Gelände protestieren.