Sämtliche Beiträge zum Hardtechno-Callout findet ihr hier.
METOODJS existierte bisher nur als Instagram-Profil, nun gibt der Zusammenschluss seine offizielle Gründung bekannt. METOODJS ist als Reaktion auf den Hardtechno-Callout entstanden, die Pressemeldung nennt die Vorfälle aber nicht direkt.
Ursprünglich wollte man ein französisches Netzwerk für Betroffene aufbauen, heißt es weiter. Angesichts der Vielzahl der eingegangenen Berichte aus der ganzen Welt gründete sich das Netzwerk aber nun als globaler Zusammenschluss. Bisher haben sich fast 100 Betroffene aus zahlreichen Ländern an METOODJS gewandt. Es geht um Vorfälle in Clubs und auf Festivals, sie betreffen Kollektive, Agenturen und Labels, fanden im beruflichen und privaten Umfeld statt.
„Wir sind überzeugt, dass konkretes Handeln nachhaltigen Wandel bewirkt: Unterstützung von Gerichtsverfahren, Begleitung therapeutischer Prozesse, Dokumentation von Traumata und Hilfe für Betroffene, die Isolation zu überwinden”, heißt es weiter. „Unsere Arbeit konzentriert sich ausschließlich auf Betroffene. Wenn Betroffene dies wünschen, vermitteln wir Kontakte.”
Die Initiative zielt ausdrücklich nicht darauf, öffentliche Aufrufe zu organisieren oder Boykottlisten zu veröffentlichen. Es werden keine Maßnahmen ohne die explizite Zustimmung der Betroffenen ergriffen. Laufende Verfahren unterliegen dem gegebenen rechtlichen Rahmen. Man äußert sich zu Einzelfällen nur in Absprache mit den betreffenden juristischen Vertreter:innen.
Mehrere Gerichtsverfahren laufen bereits. Betroffene wurden an Psycholog:innen und Fachleute für sexistische und sexuelle Gewalt vermittelt. Gleichzeitig baut METOODJS eine internationale Datenbank mit Helfer:innen – Anwält:innen, Psycholog:innen, Suchttherapeut:innen, investigative Journalist:innen, spezialisierten Organisationen – aus, um eine angemessene, vertrauliche und ethische Weitervermittlung zu gewährleisten.
METOODJS sieht sich als unabhängiges Kollektiv, das hauptsächlich von Frauen aus der elektronischen Musiklandschaft getragen wird. Die meisten Aktivist:innen beschäftigen sich seit 2020 mit sexistischer und sexueller Gewalt, heißt es weiter. In dieser Zeit habe man verschiedene Ansätze ausprobiert. Mittlerweile versteht man sich als Ort zum Zuhören, Weitervermitteln und Vernetzen.
Man sieht sich dabei als „Kollektiv ohne Ego”, in dem es keinen Platz für Einzelinteressen gibt. Um die Opfer und die laufenden Gerichtsverfahren zu schützen, will METOODJS zum jetzigen Zeitpunkt keine Einzelinterviews geben. Es gibt auch keine Person oder Körperschaft, die öffentlich Verantwortung für den Zusammenschluss übernimmt – womit man sich wohl auch vor Belästigung und Gegenklagen der Täter schützen will.
„Wir konzentrieren uns vorerst auf schriftliche und kollektive Kommunikation”, heißt es so abschließend in dem Statement.
Sämtliche Beiträge zu den Enthüllungen um die Acts von Steer Mangement findet ihr hier. Betroffene sexueller und sexualisierter Gewalt finden hier Hilfe.







