Unbekannte haben den Wiener Club Pratersauna verwüstet. Erste Schätzungen beziffern den Schaden auf einen sechsstelligen Betrag. Der Vorfall reiht sich in eine Serie rechtlicher Auseinandersetzungen zwischen Betreiber, Gebäudeeigentümer und Pächter ein.
Insgesamt kam es zu massiven Zerstörungen im Innen- und Außenbereich der Pratersauna, darunter beschädigte Glasfronten, verwüstete Bodenbeläge sowie herausgerissene Installationen. Zudem wurden Möbel und Pflanzenteile in den Pool geworfen. Die Anzeige ging vergangenes Wochenende bei der Landespolizeidirektion Wien ein. Diese geht davon aus, dass sich die Tat zwischen dem 19. und 29. Januar 2026 ereignet hat. Bisher gibt es keinen Tatverdacht gegen bestimmte Personen.
Die Misere der Pratersauna begann Ende letzten Jahres. Feministische Kollektive zogen ihr technisches Equipment aus dem Club zurück. Der Grund: Der Mieter des Gebäudes, in dem sich die Pratersauna befindet, wurde wegen versuchter Körperverletzung gegen seine Partnerin festgenommen. Zusätzlich kam es zu einem Zusammenspiel aus Räumungsklagen, Mietstreitigkeiten und wirtschaftlichen Problemen. Der Clubbetrieb endete bereits Mitte Dezember 2025. Nach gegenseitigen Vorwürfen über nicht weitergeleitete Mietzahlungen kam es zur Eröffnung eines Insolvenzverfahrens gegen die Firma des Pratersauna-Pächters am 21. Januar 2026.







