Nachdem wir im Juli über die Schließung des Technoclubs Projekt X in Bochum berichteten, folgt nun die Wende: Der Club arbeitet an der Wiedereröffnung. Laut Betreiber Heiko Wenzel musste das Projekt X nicht aufgrund niedriger Besucher:innenzahlen seine Pforten schließen: Die Stadt Bochum forderte Unterlagen zur Gebäudesicherheit, um den weiteren Betrieb zu genehmigen.
Die Schließung war laut Wenzel keine freiwillige Entscheidung. Die nötigen Arbeiten, um die Gebäudesicherheit zu gewährleisten, seien in der gesetzten Frist von sechs Monaten nicht realisierbar gewesen. Deshalb durfte der Club vorerst nicht weiter betrieben werden. Das allgemeine Clubsterben sei nicht der Grund für das Ende gewesen, anders als andere Veranstaltungen in Bochum sei das Projekt X stets stabil besucht gewesen. Wenzel betont, das Projekt X habe sich ständig weiterentwickelt und an neue Trends und Veränderungen angepasst.
Gemeinsam mit dem Vermieter arbeitet Wenzel nun an einem Plan zur Neueröffnung. Selbst wenn es bis dahin ein Jahr dauern sollte, geht er fest davon aus, die Tore des Projekt X wieder öffnen zu können. Für den Betreiber, der seit 35 Jahren in der Szene aktiv ist, steht fest, den Betrieb weiterführen zu wollen. Zur Überbrückung gibt es die Veranstaltungsreihe Project X on Tour, die in Essen, Dortmund und Bochum gastiert. Sie startet am 3. Januar in Dortmund im Stollen 134.
Das Projekt X, das zeitweise auch Stargate hieß, war bis zuletzt ein Ort für die Techno- und Goa-Szene im Ruhrgebiet. Bereits vor seiner Eröffnung vor gut 35 Jahren befand sich in der Diskothek der Logo Club, ein ehemals deutschlandweit bekannter Raum für Musikveranstaltungen.







