Peder Mannerfelt (Foto: Haven Records)

Haven hat ursprünglich als Veranstaltungsreihe für härtere Sounds und Electro jenseits vom Mainstream in Auckland, Neuseeland angefangen. Das daraus entstandene Label operiert inzwischen aus Berlin und hat für den zehnten Release einen Spezialisten in Sachen harte Sounds und abseits der Norm an Land gezogen: Peder Mannerfelt. Der Schwede hat sich seit einigen Jahren als fester Bestandteil der Szene etabliert. Als DJ und Live Act trat er bereits in prominenten Clubs wie dem Berghain, der Griessmuehle und den Londoner Corsica Studios auf. In seinem Stockholmer Studio schmiedet er an einem großen Pult voll Gear Musik in einem Spektrum von Peak-Time Techno bis zu trippigem Acid-Electro.

Mit der EP Ensnared liefert Mannerfelt Musik, die sich jetzt schon freut auf einem dunklen, stickigen Dancefloor unter flackernden Stroboskopen gespielt zu werden. Harte, schnelle Kicks, rohe, knarzende Modularsounds, alles in allem entsteht eine treibende Stimmung. Den Abschluss der EP bildet ein Remix des Eröffners „Enter Reocurring” Disparity vom Haven-Resident Tommy Holohan. Big-Room-Kickdrums legen sich auf einen im ersten Moment kaum hörbaren Breakbeat, der dafür angenehm in kleinen Pausen hervorsticht und an 90er-UK-Sounds erinnert. Im höheren Segment dringen kitzelnde Synth-Bleeps durch und vermischen sich mit raschelnden, perkussiven Elementen. Nachdem der Track auf einem enorm hohen Energielevel angefangen hat, kündigen melancholische Pads ungefähr in der Mitte eine längere Pause an. Einmal kurz durchatmen. Langsam setzt eine simple, aber durchaus euphorische Melodie ein, die ahnen lässt, dass es gleich mit umso größerer Wucht weiter vorwärts geht. Die Ahnung trügt nicht und mit wiederkehrenden kurzen Pausen für kleine Breakbeat-Sequenzen gelingt dem Iren eine perfekte, stimmige Balance. 

Hört hier unsere exklusive GROOVE Premiere von Peder Mannerfelt – Reocurring Disparity (Tommy Holohan Remix):

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