Während Spaghetti-Western-Pathos den Himmel rot färbt und schickliche Jazz-Versatzstücke als Ballen die Straße entlangwehen, raucht Rave-Understatement aus dem Colt und kreiert mit „Joe & Tina“ eine cineastisch-plastische Showdown-Atmosphäre, die ich gern noch mal als DVD hätte. Brandt Brauer Frick konzentrieren sich beim Remix ebenfalls auf das Breitwand-Format und reizen das dramaturgische Potenzial mit Streichern und Piano noch weiter auf die Gänsehaut-Effekte beim Happy End hin aus. „Memory Jane“ schließlich kommt mit smoothem Jazzbesen im Gürtel, den Morriconeschen E-Gitarren als Satteldecke und groß angelegter Choral-Polyphonie, die das Spiel Mir Das Lied Vom Tod der Clubs werden will. Monumental und größenwahnsinnig. Meine Platte des Monats.

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