Transparent Things macht Fujiya & Miyagi aus Brighton zu einer der aufregendsten elektronisch infizierten Indie-Bands. Schon seit ihrem 2002er-Debütalbum gehören Cristian Vogel, Andy Weatherhall oder Tiga zu ihren Fürsprechern. Auf dem gerade 35-minütigen Album erscheinen die Tracks dreier, im letzten und in diesem Jahr veröffentlichter 10“s in neuen Versionen, ergänzt um drei bisher unveröffentlichte Stücke. Als Referenzen für den Sound der Band werden immer wieder Can, Kraftwerk oder die Happy Mondays angeführt. In ihrer Monotonie erinnern Fujiya & Miyagi auch an Stereolab, ihre Tracks haben aber einen treibenden Funk. Aus einem Clash der repetitiven, hypnotischen Strukturen von Krautrock und der konkreten, floorbewußten Körperlichkeit der Frühneunziger-Electronica entwickelt die Band einen strahlenden, positiven, optimistischen Popsound. Absolut überraschend und bezwingend sind die Vocals von Steve Lewis, die zwischen Gesprochenem und Gesungenem liegen. Durch seine extrem angenehme, ruhige Stimme haben die Songs eine ganz eigene Prägnanz; zugleich funktioniert die Stimme auf einer lautlichen Ebene wie ein Instrument. Transparent Things hat eine universale Eleganz, der man sich kaum entziehen kann.