Foto: Paul Krause/Ostgut (Fiedel)

3. Stefan Rein – Neural Probe (Stress Research)

Stefan Rein schafft hier einen Sciene-Fiction-Soundtrack für die friedliche Übernahme von Schwerin durch Außerirdische. Auf der A-Seite ein hypnotischer Track, dessen volle Wirkung sich erst durch lautes Abspielen entfaltet. Paralysiert durch die sirenenhaften Sequenzen wandeln die Einwohner ohne Ziel durch die Straßen. Das erste Stück auf der B-Seite geht mehr nach vorne und stellt sicher, dass auch der letzte in den Fängen der Eindringlinge landet. Das zweite Stück beschreibt die Verklärtheit auf den Straßen; alles hört sich an wie mit Watte im Ohr; einzig die Hi-Hats schaffen es, sich durch den Nebel zu schneiden.

2. Happa – Burn Trance (Pt5)

Nicht ganz so friedlich gestaltet sich die Invasion hier. Heftiger Techno-Stepper von Happa. „Burn Trance“ beginnt mit der Vorschau auf das, was noch kommt: Die Hookline drängt den Zuhörer in die Ecke. Dort wird er vollständig eingewebt und schließlich von der Bassdrum zermalmt. Dieser Vorgang wiederholt sich mehrfach. Etwas direkter dagegen funktioniert „Hallucinations“. Eine verzerrte Bassdrum-Struktur im Stop’n’Go-Modus. Eine Chance zu entkommen gibt es nicht. Nach der Platte muss man erstmal draußen nachschauen, ob auch wirklich alles in Ordnung ist.

1. Adam F – Metropolis (Metalheadz)

Re-Release des Drum’n’Bass-Klassikers von 1996, damals eine Blaupause für dieses Genre. Die Gravur zeigt die selbe Katalognummer, kommt allerdings nur einseitig daher. Der neue Schnitt hat eine leicht abgewandelte Soundästhetik. Er ist etwas lauter und direkter und klingt in den Höhen etwas schärfer. Nach der Introfläche entwickelt das Stück seine Kraft durch die komplexe Rhythmik und seine meisterlich gestalteten Sounds. Eine Break in der Mitte und weiter gehts. Zeitlos schön!