SOLARIS Am Deck 22

 

Alter: 22

Homebase: Leipzig, Institut fuer Zukunft

Erste gekaufte Platte: Das ist eine Crust-Punk Platte von SKR8 gewesen.

Zuletzt gekaufte Platte: Magic Waves – Music First Vol.1

Was mich zum DJ gemacht hat: Ich hatte und habe nach wie vor einfach richtig Bock darauf: Auflegen und das Beschäftigen mit Musik im Allgemeinen erfüllen mich so wahnsinnig, dass ich mir ein Leben ohne gar nicht mehr vorstellen kann. Da kommt dann irgendwie das Eine zum Anderen.

Meine Vorbilder: Über diese Frage habe ich sehr lange nachgedacht und bin zu keinem Schluss gekommen, da „Vorbild“ doch ein wirklich starker Begriff ist. Es gibt jede Menge tolle Leute in meinem Umfeld, die mir mit Rat und Tat zur Seite stehen und mir helfen in dem ganzen Wirrwarr zwischen Zukunftsangst und Idealismus einen kühlen Kopf zu bewahren. Dafür bin ich wirklich dankbar.

Ich lege auf mit: 90% Vinyl, 10% USB-Stick

An Leipzig mag ich: Es gibt noch Spielräume und Nischen um selber Projekte aufzubauen, Sachen zu reißen. Zum Teil ist man sogar richtig darauf angewiesen, wenn man einen bestimmten Anspruch verfolgt. Das ist die Seite der Provinzialität, die recht sympathisch ist.

An Leipzig nervt mich: Die bornierte Feierszene – Leipzig lässt sich nur schwer und langsam von neuen musikalischen Facetten überzeugen

Das beste Erlebnis beim Auflegen: Wenn der Punkt erreicht ist, an dem die Anspannung abfällt, dadurch Raum und Zeit verschwimmen und sich der Kopf ausschaltet. Das ist dann idealerweise mehr Fühlen als Denken.

Das Nervigste beim Auflegen: Die Klassiker – beschissenes Monitoring und technische Aussetzer, wenn ich gerade richtig im Flow bin und Leute, die Getränke über Technik schütten oder gegen das Pult fallen, sodass die Nadel springt. Nervig ist aber auch, wenn ich es nicht schaffe mich im Set fallen zu lassen.

Lieblingsclub zum Auflegen: Institut fuer Zukunft und die große Schwester ://about blank

Unterwegs immer im Gepäck: Ein sehr lieb gewonnenes Geschenk: eine alte und äußerst praktische Flugzeugdecke, die mich stets für unerträglich überklimatisierte Züge etc. wappnet

Wenn ich nicht gerade hinter den Decks stehe, drehe ich mich auf Bürostühlen im Kreis – am Liebsten im Institut fuer Zukunft.

Meine zwei Secret Weapons: Schlaf & Bier

 

Download (MP3, 320 kBit/s, 66:38 Min., 153 MB)

 

1. Slugbug – Night Dreams (Russian Torrent Versions)
2. D’Marc Cantu – Rival (Drone)
3. In Aeternam Vale – Highway Dark Veins (Minimal Wave)
4. Pvre Matrix – Hyper Object (LIES)
5. Slugbug – Statues (LIES)
6. Rude66 – Walked The Line (Crème Organization)
7. Parasols – Dark Energy (Magic Waves)
8. In Aeternam Vale – Non (LINDA)
9. Côme – Nocturnal (Ritual Process)
10. Blacklauren – Edanasa (Lost Soul Enterprises)
11. Perm – Track 4 (Shtum)
12. Luigi Tozzi – Bioluminescence (Hypnus Records)
13. Ruhig – Lost In The Instability / Edit Select Remix (Midgar Records)
14. Alexey Volkov – Never (Jealous God)
15. Synthek – Chain Reaction (STK)

 


 

Wie hast du die Stücke für den Mix ausgesucht? Hattest du ein bestimmtes Konzept im Kopf?

Ich wollte vor allem Platten spielen, die ich gerne mag, aber weniger in Clubs spielen würde. Die erste halbe Stunde zeigt glaube ich ziemlich deutlich, dass das nicht unbedingt das ist, was Leute klassischerweise von mir gewohnt sind. Ich hatte Lust auf ein bisschen mehr Groove als sonst.

Wo und wie hast du den Mix aufgenommen?

Zu Hause an einem Freitagmorgen mit Platten, zwei 1210ern, Pioneer DJM250 und einem Zoom H2N Rekorder.

Wo kann man dich demnächst an den Decks erleben?

Ich spiele zusammen mit Subʞutan am 11.09. im ://about blank und am 12.09. im IfZ. Alleine kann man mich dann wieder am 26.09. im Übel & Gefährlich in Hamburg hören oder am 03.10. im ://about blank.

 


In der Rubrik Am Deck stellen wir in jeder Groove-Ausgabe die wahren Heldinnen und Helden hinter den DJ-Pulten vor: Jene Residents, die außerhalb ihrer Stadt oder Region nur wenige kennen, die aber in ihrer Heimat unverzichtbare Grundlagenarbeit leisten. Jene vielversprechenden Nachwuchsstars, die noch kaum eigene Veröffentlichung vorweisen können, dafür aber mit qualitativ hochwertigen Sets beeindrucken. Und weil Musik mehr sagt als tausend Worte, darf jeder DJ, der mit einem Am Deck-Fragebogen im Heft vorgestellt wird, sich auch mit einem Mix auf groove.de präsentieren.