Text: Tomma Wada
Erstmals erschienen in Groove 150 (September/Oktober 2014)

Was haben Cro, die Residents, Daft Punk und SBTRKT gemeinsam? Sie alle verstecken ihre wahre Identität hinter Masken. „Ich hasse die Idee, dass ich mich als Person anpreisen muss, damit die Leute meine Musik hören“, bringt Aaron Jerome, der mit seinen Veröffentlichungen als SBTRKT in den vergangenen fünf Jahren UK-Garage, Dubstep und zeitgemäßen Elektro-Soul so faszinierend zusammengedacht hat, seine Position hinter der Entscheidung zum Ausdruck. Er verweist dabei auf die Pioniertage elektronischer Musik, in denen die Protagonisten nur vage Gestalten im Nebel der Nacht waren, auch wenn seine Musik mittlerweile Seite an Seite mit Popstaranwärtern wie Banks und Sohn verhandelt wird.

 

Es ist der Tag nach dem Endspiel der Fussball-Weltmeisterschaft zwischen Argentinien und Deutschland. Auch im Young Turks-Office im Londoner Osten ist man noch euphorisiert vom Spiel, das am Vorabend in einer argentinischen Kneipe geschaut wurde. Das Büro des Labels, das neben SBTRKT noch für Künstler wie The xx, John Talabot, Jack Penate, Sampha und FKA Twigs zuständig ist, liegt in dem Medienhaus The Laundry, einem von Radiohead-Gitarristen Ed O´Brien initiierten Melting Pot aus Musikstudios und Label-Offices.

Die Idee, Leute zu vernetzen, geht im angeschlossenen Restaurant offensichtlich auf. Während ich auf Aaron Jerome warte, machen die beiden The-xx-Mitglieder Romy Madley Croft und Oliver Sim am Nebentisch Mittagspause, holt sich der SBTRKT-Kollaborateur Koreless gerade einen Kaffee und laufen in einem fort weitere gesichtsprominente Künstler vorbei. Und werden erkannt.

Nicht so Aarone Jerome, der mir erst von seinem Label-Manager als der Mann hinter dem Projekt SBTRKT vorgestellt werden muss. In den vergangenen fünf Jahren hat sich der Anfangdreißiger zwar mit Maxis auf Labels wie Brainmath, Ramp Recordings, Numbers und Monkeytown sowie mit seinem Debütalbum SBTRKT auf Young Turks den Durchbruch in die erste Liga der elektronischen Musikproduzenten erspielt, da er aber bei öffentlichen Auftritten konsequent sein Gesicht hinter einer afrikanisch inspirierten Maske verbirgt, erkennt ihn niemand.

Einsam am Klavier

Die nahe liegende Angst, dass sich die Tendenz zur Geheimhaltung auch auf die Gesprächigkeit auswirken wird, negiert Aaron Jerome umgehend. Bereits beim Spaziergang zu dem um die Ecke liegenden London Fields Park antwortet er äußerst offen und privat auf die Frage nach seinem musikalischen Initialmoment. „Ich bin im ländlichen England, zwanzig Meilen von Cambridge entfernt, aufgewachsen, wo mein Vater eine Farm betrieb“, gewährt er Einblick. „Mein drei Jahre älterer Bruder und ich wuchsen solitär auf, es gab keine nahe gelegene Stadt und andere Kids. Wir mussten also unsere eigene Welt kreieren. Meine wurde schnell die Musik. Als ich so etwa neun Jahre alt war, fing ich an, auf unserem Klavier zu spielen.“

Während Jeromes Vater ihm die Musik von Led Zeppelin, den Beatles, Police und Pink Floyd näher brachte, bekam er von seinem Bruder viel frühen HipHop mit – und überführte das Gehörte sofort am Klavier in eigene Ideen. Als er dann mit elf Jahren ein Drumkit geschenkt bekam, stand der weitergehenden musikalischen Experimentierfreude nichts mehr im Weg, zumal er dank der Abwesenheit von Nachbarn unendlich laut Lärm machen konnte. Der finale Einfluss kam schließlich über den Cousin mütterlicherseits, der in London lebte und ab und an auflegte und Jerome mit 13 in die Welt von New York- und Chicago House einführte. „Diese Musik löste in mir die Begierde aus, so etwas auch zu erschaffen“, erinnert er sich. „Diese seltsame Welt der Vinylschallplatten und Plattenspieler hatte damals etwas Alien-haftes und zog mich an.“ War seine Beschäftigung mit Musik bis dato eine sehr private, so änderte sich dies im Sommer 1996. Mit 16 nahm ihn sein Bruder just auf dem Höhepunkt der Megarave-Welle jener Tage zum Tribal Gathering mit. Ein prägendes Erlebnis. „Damals spielten alle, die tanzbare Musik machten, noch auf einem Festival, nicht wie heute, wo alles so trocken-sauber in Sub-Genres unterteilt ist“, führt Jerome aus. „Es war eine großartige Zeit, da man Künstler wie 2 Lone Swordsmen, Roni Size, Daft Punk, Chemical Brother und Carl Cox noch back-to-back erleben konnte und sie teilweise super lange Sets von 12 Stunden spielten. Damals verstand ich noch nichts von dem, was vorging, kapierte nicht, dass beispielsweise die Chemical Brothers mit Live-Instrumenten auftraten. Diese mystische, versteckte Seite von elektronischer Musik ist bis heute bedeutend für mich.“

 

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Die Suche nach dem Klassiker

Womit wir mitten im Jetzt wären und bei Aaron Jeromes neuem, zweiten SBTRKT-Album Wonder Where We Land. Der Diskurs, ob seine Musik nun als Dubstep gilt, oder als Post-Dubstep oder Footwork, der vor und nach seinem Debütalbum SBTRKT allgegenwärtig war, interessiert ihn selbst herzlich wenig, er weiß ihn mittlerweile aber verständnisvoll hinzunehmen: „Die Protagonisten elektronischer Musik möchten sich immer avantgardistisch fühlen. Dazu gehört es, neue Bereiche zu erforschen, die dann eben auch einen neuen Genrenamen benötigen. Für mich bedeutet elektronische Musik jedoch, dass man nicht wie eine Rockband durch die Instrumentierung an Zwänge gebunden ist. Natürlich suchen auch in der Elektronik manche einen Trademark-Sound, da dies großen Erfolg verspricht, aber als Künstler ist es eine schlimme Vorstellung, dass alle sofort wissen, wie das nächste Stück klingen wird.“

 

„Ich mag es, Dinge zu fusionieren und wollte noch nie nur ein Genre bedienen.“

 

Sich selbst sieht Jerome zwischen diesen beiden Polen. Trends hätten ihn noch nie sonderlich interessiert, es seien eher die vielen kleinen Inspirationen, die in neuem technischen Equipment und in Genreentwicklungen angelegt sind und zum Ausdruck kommen, die in ihm etwas auslösen. „Ich mag es, Dinge zu fusionieren. Das hat damit zu tun, dass ich noch nie nur ein Genre bedienen wollte. Die Art wie ich aufgewachsen bin und zur Musik gefunden habe, nährte in mir früh ein Außenseitergefühl.“

Betrachtet man die Genese von SBTRKT, so kann man die großen Nachbeben spüren, die UK-Garage in der Musik von Aaron Jerome hinterlassen hat, wenn es um stilistische Momente wie Synkopen und Cut-Up-Vocals geht. Techno mit seinem puristischen 4/4-Beat war nie sein Ding, gibt er zu verstehen. „Das hat etwas damit zu tun, dass ich selbst Schlagzeug spiele. Ich schätze es, den Rhythmus leicht zu versetzen. Dubstep folgt dem, indem die Produktionen zwischen doppelter und halber Geschwindigkeit wechseln und in den Mixen heftig-rüde Sounds mit federnd-leichten kontrastiert werden. Das gibt es nicht in vielen Genres.“

Mit dem Albumtitel Wonder Where We Land verweist Jerome auf die aktuelle Umbruchphase um ihn herum. Was einst als Dubstep in der „Underground“-Nische begann, sei heute, wenn man es denn als Künstler will, „Overground“-fähig geworden, betont er und verweist auf die Erfolgsgeschichte von Disclosure und Konsorten. „Garage- und Deep-House-Einflüsse in den Overground zu tragen, das hätte auch mein Weg sein können. Aber mich interessiert ein eigener, nicht so linearer Prozess. Ich bin gespannt, wo dieser mich hinführen wird. Ich weiß nur soviel: Noch habe ich nicht das Klassiker-Album produziert, das in mir steckt, aber ich komme dem Ziel näher. Das ist meine Ambition im Leben.“

 

Aaron, hört man „Wonder Where We Land“, so fällt, noch deutlicher als auf deinem Debüt „SBTRKT“, die große Varianz zwischen den Stücken auf. Ein Track wie „Lantern“ hat Rave-Anthem-Charakter, die Raury-Kooperation „Higher“ ist ein cheesy Popsong im besten Sinne und „New Dorp New York“, das Stück mit Vampire Weekend-Sänger Ezra Koenig, wunderbarer Weirdo-Afro-Pop.

Ich akzeptiere es, dass es die Leute verwirren kann. Aber mein Mission Statement mit SBTRKT ist es, alles an einem Ort stattfinden zu lassen. Es kann nicht mein Ziel sein, einem Trend oder Fan-Erwartungen zu folgen. Meine eigene Inspiration leitet mich. Ich will nicht an eine bestimmte Perspektive gebunden sein, für mich geben all diese Elemente zusammen Sinn, sei es das Club-Instrumental oder der Vocal-Track. Meine Ambition war es nie, Musik entweder für Clubgänger und Pop-Hörer zu machen, es geht um das Gleichgewicht.

 

„Ich wollte nie Musik nur für Clubgänger oder Pop-Hörer machen, es geht um das Gleichgewicht.“

 

Dein Debüt ist noch bei dir zu Hause im Wohnzimmer entstanden, wo Kollaborationspartner wie Jessie Ware, Roses Gabor und vor allem Sampha unregelmäßig zu Sessions vorbeischauten. Für das neue Album waren deine noch zahlreicheren Gästen und du auf einer einsamen, vor der Küste von Essex gelegenen Insel, sowie in Studios in Los Angeles, New York und London zugegen. Wie wirkten sich diese neuen Bedingungen aus?

Beim Debüt wusste ich, wo ich ankommen wollte. Es ging mir darum, die Textur auf das Minimum runterzuköcheln, um das gewünschte Gefühl zu transportieren. Nimm ein Stück wie „Wildfire“, die damalige Single, die mit Little Dragon zusammen entstanden ist. Da gibt es nur vier Elemente: Bassline, 808, Sirene und die Stimme. Aber es fühlt sich durch die Kombination größer an.

Diesmal ging ich taktisch anders ran. All die klassischen Alben von Musikern wie Pink Floyd, Radiohead, Kanye West, Police und den Beatles, auf die ich mich mit dem Album beziehe, wurden in Bandatmosphäre in Studiosessions kreiert. Ich empfinde SBTRKT stark von Kollaborations- und Pluralismusgedanken her definiert. Es sollte und wird nie das Projekt eines DJs sein, der sich lediglich ein paar bekannte Stimmen über seine Stücke legt.

War gerade die Insel mit ihrer absoluten Abgeschiedenheit der Schlüsselort für das Album?

Auf Osea stand in der Tat die Musik so sehr im Fokus, wie du es in einer Stadt nie hinbekommst. Wenn man in einem Studio in London aufnimmt, dann gibt es für alle immer eine Zeit davor und danach an jedem Tag. Das war auf Osea anders: Die Umwelt wurde Teil der Produktion. Man schaute gemeinsam seltsame Siebziger-Jahre-SciFi-Filme über Mensch-Android-Hybride, hörte sich deutschen Krautrock an und machte Fahrradtouren über die Insel. Zudem ist es psychologisch etwas ganz anderes, wenn die Mitmusiker nicht zu mir ins vorbereitete Studio kommen, wo ich alles definiert und fixiert habe, sondern wir gemeinsam das Setup kreieren und die Synthesizer, das Klavier, das Drumkit positionieren.

Das klingt so, als ob deine Gastsänger auch darüber hinaus involviert waren.

Oh ja, sie waren nicht auf ihre Komfortzone beschränkt, jammten mit mir auch an den Instrumenten rum. Es war gar nicht das Ziel, das bereits bei den Sessions Songs fertig werden sollten, ich erhoffte mir vielmehr spielerisch an Material zum Editieren zu gelangen.

Hast du denn immer nur mit einem Gast zur gleichen Zeit gearbeitet?

Es gab Überschneidungsmomente, wo zwei zur gleichen Zeit anwesend waren; am Ende schauten dann mit Sampha, Raury, Koreless, Jessie Ware und Caroline Polachek fünf auf einmal vorbei. Das führte zum Beispiel dazu, das „Problem Solved“, das eigentlich als Instrumentaltrack geplant war, plötzlich noch von Caroline um eine Klavierspur ergänzt wurde, bevor schließlich sechs Monate später Jessie Ware ihren Gesang beisteuerte. Oder nimm „Voices In My Head“, das Stück mit Asap Ferg. Hierfür habe ich im Studio in New York einiges aus den Insel-Session mit anderen Leuten verwendet und zudem auch noch aus meinen Jams mit Wartime in Los Angeles.

 


Stream: SBTRKTVoices In My Head feat. Asap Ferg

 

Du hast gerade das Stück mit Asap Ferg angesprochen. Man kennt ihn für seine Trap-Platten, bei dir zeigt er aber eine neue, weniger schmachtende Seite von sich.

Wenn man erst einmal einen gewissen Soundkörper für ein Album geschaffen hat, dann sorgt das bis zu einem gewissen Grad auch dafür, dass später dazukommende Leute auf einen zugravitieren. Ich sehe das wie du: Asap Ferg bewegt sich stilistisch auf „Voices In My Head“ mehr auf mich zu und entfernt sich von seinem regulären Duktus. Seine Trap-Platten sind von den schwülstigen Chören geprägt. Die Textur meiner Produktion zwang ihm eine neue Art des Rappens auf, da er auf seine klassische Art nicht in das Stück hineinkam.

Aaron, täuscht der Eindruck, oder hast du sehr lange an dem Album gearbeitet?

Es dauerte in der Tat sehr viel länger, dieses Album zu produzieren, als ich ursprünglich dachte. Nach den positiven Reaktionen auf das Debüt, ging ich davon aus, dass mir die spannenden Kollaborationen nur so zufliegen, doch es war sehr hart, die Leute auszusuchen. Ich habe genaue Vorstellungen von den Stimmen, mit denen ich zusammenarbeiten kann, neun von zehn gehen nicht. Beim Debüt war es so, dass alles sehr freundschaftlich ablief, genau diese Atmosphäre suchte ich wieder, bei neuen Leuten muss man sie aber erst aufbauen.

Empfindest du deine Kollaborateure denn als Teil der SBTRKT-Familie?

Es geht darum, seine eigene Vision in einer größeren Gemeinschaft auszuleben. Nimm Acts wie Massive Attack und die Gorillaz, die haben das sehr gut geschafft. Es ist wie eine Familie auf Zeit. Eine, die einen versteht. Wenn man sich den klassischen Popmusik-Betrieb betrachtet, so werden dort oft externe Songwriter zur Produktion dazugeholt, um den Hitfaktor zu vergrößern. Dagegen spricht ja per se nichts, aber es birgt immer das Risiko, dass die eigene Identität verloren geht, wenn die Wellenlängen zu unterschiedlich sind. Mein Ziel ist es, Leute zu finden, die ähnlich wie ich ticken und doch eigen sind. Das macht das Andocken ihres Stils zwar nicht immer leicht, aber wenn es dann gelingt, ist es so viel mehr befriedigender.

Wenn ich mit Sampha jamme, dann ist das die Suche nach dem magischen Moment, an den, wenn er dann eintritt, wir uns oft nicht erinnern können. „Wonder Where We Land“ ist genau so irgendwann um drei Uhr nachts entstanden, während ein animierter Film an die Wand projiziert wurde. Ich liebe es bei Musik, wenn ich mich physisch nicht erinnern kann, wie sie zustande kam.

 

Das Leben vor SBTRKT

So frei und offen wie Aaron Jerome in den vergangenen zwei Stunden über sein Leben und seine Musik gesprochen hat, mag man verwundert sein, was es überhaupt mit der ganzen Maskerade auf sich hat. Nun, abseits von seiner generellen Vorliebe für die Anonymität des Produzenten, wie sie in den frühen Technotagen ja üblich war, und der ästhetischen Komponente, die die Maske in das SBTRKT-Universum einbringt, so hat die Entscheidung doch auch viel mit Jeromes künstlerischen Leben vor SBTRKT zu tun. Damals veröffentlichte er unter seinem richtigen Namen noch eher Nu-Jazz/Broken-Beats orientierte Musik. Und sagen wir es so, Time To Rearrange, das Album aus diesen Tagen, muss man nicht unbedingt gehört haben, wenn es nach ihm geht. „Man kann nicht löschen und negieren, was man früher gemacht hat. Es besitzt auch heute seine Bedeutung für meine Entwicklung, auch wenn der damalige Zeitpunkt und Ort sehr weit von meiner jetzigen Identität entfernt liegen“, führt er aus. „Mit SBTRKT definierte ich eine neue künstlerische Vision. Erst damit begann ich das zu kreieren, wonach ich immer gesucht hatte.“

Dazu passt sehr gut die Geschichte, wie es letztlich zur Maske kam. Bei einem der ersten Auftritte mit seinem neuen Material im Londoner Club Fabric, wurde Jerome von Graeme Sinden erkannt, mit dem er bereits früher kollaboriert hatte. Auch wenn die beiden darauf hin wieder, und das sehr produktiv, an dem zusammen arbeiten sollten, was später den Namen SBTRKT bekam, so nährte es doch in Jerome den Gedanken anonym aufzutreten, damit die Verbindung zu seinem früheren Produzentenleben gekappt sei. „Das bedeutet nicht, dass ich mich nicht als Mensch einbringen kann“, erklärt er. „Aber man muss es ja nicht ganz nach vorne stellen. Die Maske hilft mir, mich von meiner künstlerischen Identität zu trennen. Gerade auf dem Debüt war das extrem wichtig. Dieses Album bringt beide sich näher als zuvor: der Mensch dahinter und die Fiktion des Projekts.“

Als nächstes steht für Jerome die spannende Herausforderung an, die neue Liveshow aufzusetzen. Das Interesse ist riesig. Waren die Shows in der Vergangenheit dabei vom künstlerischen Ping-Pong zwischen Sampha und ihm geprägt, so muss Jerome nun mit zwei neuen Mitmusikern diese Selbstverständlichkeit des künstlerischen Dialogs erst wieder neu finden. „Sampha muss sich auf seine eigene Karriere konzentrieren“, erklärt Jerome. „Dafür sind wir jetzt aber zu dritt, das ist schon ein großer Fortschritt, da es uns mehr Experimente erlaubt. Für mich geht es nämlich nicht darum, das eine perfekte Set zu finden und dann das Material lediglich runter zu spielen. Meine Liveshow in zwölf Monaten soll ganz anders sein als jetzt. Sie soll eine eigene Identität besitzen, die mit dem Studiomaterial nur einen vorbereiteten Teil gemein hat. Künstler wie Moderat und Radiohead schaffen es, dir das Gefühl zu geben, dass der Ort und Moment des Konzerts elementar für das Fühlen ihrer Musik ist. Diesen Zustand sehne auch ich herbei.“

 

Das Album Wonder Where We Land von SBTRKT erscheint am 26. September 2014 bei Young Turks.