Danton Eeprom hat den düster-poppigen Elektro-Sound ziemlich perfekt drauf. Das einzige, was man einem solch makellos produzierten Stück wie „Hungry For More“ vorwerfen könnte, ist, dass der Sound nun doch schon einmal zu oft reproduziert wurde. Wenngleich auch selten so detailreich und catchy. Das gute an Danton Eeprom ist allerdings, dass er noch mehr drauf hat. Er kriegt zum Beispiel einschmeichelnd-mondäne Synth-Pop-Nummern wie „Biscotto & Chimpanzee“ und „Never Ask – Never Tell“ hin. Darke Techno-Schmankerln wie „Occidental Damage“, das klingt, als hätte man Eno/Byrnes My Life In The Bush Of Ghosts durch einen Chicago-House-Club gejagt. Und – am besten – absolut packende elektroide R&B-Nummern wie „Hex Tape“ (mit der fantastischen Entdeckung Emma Darling), die absolut zeitgemäß klingen und zeitgleich wehmütig an die glorreichen Tage von Timbaland und Missy Elliott denken lassen. Was alle diese Stücke gemeinsam haben, ist, dass sie Retro-Sounds zeitgemäß klingen lassen. Hot shit mag das nicht gerade sein, ein fantastisches Pop-Album aber allemal.

 


Stream: Danton EepromOccidental Damage