Mit ihrem Hit „Without You“ sind Art Department aus Toronto 2010 blitzartig zu Stars der Szene geworden. Ihr poppiger House-Sound schien allen anderen etwas voraus zu haben: Art Department haben einen weniger verspielten Zugang zu Disco als Seth Troxler. Sie fetischisieren die Achtziger nicht so wie Wolf + Lamb. Sie stellen ihre Hipness nicht so posermäßig aus wie Damien Lazarus. Ihr Sound lässt im Gegensatz zum kompakten, stromlinienförmigen Sound von Maceo Plex und Jamie Jones auch offene, unbestimmte Momente zu. Das ist vielleicht einer der Gründe, warum es Art Departments Debütalbum dann doch an Dichte mangelte. Auch bei ihrem gerade erschienenen Resident Advisor-Podcast kamen sie noch nicht ganz auf den Punkt: Dort verfallen sie oft in Deep-House-Standards. So ist ihr Beitrag zur No.19 Musics Social Experiment-Serie ihre gelungenste Arbeit im Albumformat bisher. Ein technoides Klangbewusstsein, discoide Entgrenzung und Lässigkeit, ein housiges Körpergefühl und ihr angenehm folgenlos bleibender Flirt mit der Popmusik ergänzen sich perfekt. Höhepunkte sind Carl Craigs Bearbeitung von „U Can Dance“ von DJ Hell und Brian Ferry, bei dem Craig sich überraschend verrucht zeigt. Und „La Cueva“ von Jonny White & Nitin erforscht die Berührungspunkte von Detroit Techno und Pop, für die Art Department so geliebt werden.

 

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Stream: Jackin Rabbit feat. Robert OwensFull Of Dreams (Preview)