Bereits zwei Jahre liegt Hells bis dato letztes Album Teufelswerk zurück. Insofern verwundert es ein wenig, dass nun eine Compilation mit Remixen von Solomun, Peter Kruder, André Lodemann, Deniz Kurtel und Wolf+Lamb, Toni Lionni, Axel Boman, Fabrice Lig und einigen anderen erscheint. Doch Embassy Of Music, das Nachfolgeunternehmen von Ministry Of Sound Deutschland, liefert die Erklärung: Vor zwanzig Jahren erschien mit „My Definition Of House Music“ die erste Maxi des in Berlin lebenden Bayers, und seit genau 25 Jahren legt Hell House in seinen verschiedenen Schattierungen auf. Nun, man muss die Feste feiern, wie sie fallen. In diesem Fall tut man das mit einem dicken Remixpaket, dessen erster Teil jetzt als Download-Compilation erschienen ist. Zwei weitere werden folgen, und obendrein scheuen Hell und Embassy Of Sound keine Mühen und Kosten, denn ein Vinylpaket mit sämtlichen 35 Remixen ist ebenso angekündigt worden. Bestechend gut auf diesem ersten Teil ist jener Remix, den Deniz Kurtel und Wolf+Lamb von „The Angst“ angefertigt haben. Das Stück ist gleich fünf Mal mit Remixen vertreten, hervorzuheben wäre ferner noch die Version von Zander VT mit ihren perlenden Rhodes-Sounds sowie der Edit des Schweden Axel Boman. Eine besondere Erwähnung hat sich außerdem noch die Fabrice-Lig-Interpretation von „Wonderland“ verdient, bevor mit dem Hyena-Stomp-Remix von „Friday, Saturday, Sunday“ ein formidabler Technoschieber den krönenden Abschluss liefert.