Die Zukunft der Monheim Triennale ist derzeit unklar. Nach einem Machtwechsel im Monheimer Rathaus wird über eine mögliche Fortsetzung des international ausgerichteten Musikprojekts neu entschieden. Im Dezember wurde zudem Intendant Reiner Michalke abberufen und sein Geschäftsführervertrag beendet.
Wie aus einer Mitteilung des Festivalbüros hervorgeht, bat die neue parteilose Bürgermeisterin Sonja Wienecke das bisherige Team, ein Konzept für eine verkleinerte Fortführung vorzulegen. Unter dem Titel „Monheim Academy” liegt inzwischen ein Vorschlag vor, der an das bisherige Format „The Prequel” anknüpfen soll. Eine Entscheidung darüber steht noch aus. Wienecke hatte Bürgermeister Daniel Zimmermann von der Wählervereinigung PETO nach 16 Jahren im Amt abgelöst.
Die Stadtverwaltung erkenne „den kulturellen Wert der Monheim Triennale ausdrücklich an” und würdige insbesondere die Einbindung der Stadtgesellschaft sowie die nachhaltigen Impulse der vergangenen Jahre. Gleichzeitig verweist sie jedoch auf die finanziellen Dimensionen: Eine Fortführung in bisheriger Form sei mit „erheblichen finanziellen Aufwendungen” verbunden, weshalb angesichts der aktuellen Haushaltslage derzeit „ergebnisoffen Alternativmöglichkeiten diskutiert” würden.
Die Monheim Triennale ist kein klassisches Festival mit jährlich wechselndem Line-up, sondern als dreijähriger Zyklus angelegt. Neben dem abschließenden Festival umfasst das Projekt Entwicklungsformate, in denen ausgewählte internationale Musiker:innen über längere Zeiträume zusammenarbeiten und neue Produktionen erarbeiten. Initiiert und finanziert von der Stadt Monheim am Rhein, versteht sich die Triennale damit zugleich als kulturpolitisches Stadtprojekt, das Konzertprogramm, künstlerische Forschung und lokale Einbindung miteinander verbindet.
Wir besuchten die Triennale 2024, unseren Nachbericht findet ihr hier.







