burger
burger
burger

Universität der Künste Berlin: Petition gegen Ende von Sound-Studies-Studiengang

Mit einer Petition demonstrieren Professor:innen, Studierende und Musiker:innen wie Robert Henke und Dasha Rush gegen die geplante Schließung des Klangkunst-Studiengangs an der Berliner Universität der Künste (UdK). Diese hatte zuvor angekündigt, ab dem kommenden Wintersemester alle Masterprogramme des Zentralinstituts für Weiterbildung und Transfer einzustellen. Neben den Studienrichtungen „Leadership in Digital Innovation” und „Music Therapy” wäre damit auch der einzige „Sound Studies and Sonic Arts”-Studiengang Berlins von einer Kürzung betroffen. Die Schließung ist Resultat einer „strategischen Neuausrichtung”, heißt es von der Hochschulleitung. Hauptursache seien veränderte rechtliche Rahmenbedingungen durch das novellierte Berliner Hochschulgesetz. Diese zwingen die UdK dazu, ihre Strukturen in der Weiterbildung „grundlegend” neu zu ordnen, was das Aus für die bisherigen Studienrichtungen bedeutet.

In dem offenen Brief und der Petition gegen die verkündete Schließung äußern sich Professor:innen, Verbündete sowie Studierende zu dem Fall. „Damit verliert die UdK Berlin als größte Kunstuniversität Europas mit ihrem Anspruch, mit über 70 Studiengängen das gesamte Spektrum der Künste abzudecken, nicht nur eine ganze Disziplin”, heißt es. Außerdem verliere „auch die Stadt Berlin, weltweit bekannt als Zentrum der Klangkunst und experimentellen elektronischen Musik, ihren einzigen Studiengang auf Hochschulniveau in diesem Bereich.”

In dem Studiengang sind derzeit 63 Studierende eingeschrieben, die sich intensiv mit medienbasierten Klangkünsten auseinandersetzen. Vermittelt werden dabei sowohl künstlerische als auch wissenschaftliche Perspektiven: von Sound Studies und musik- sowie kunsthistorischen Grundlagen über Medienästhetik und Hörtheorien bis hin zu akustischen Fragestellungen und moderner Audiotechnologie.

Sollten die Pläne umgesetzt werden, sei die Maßnahme unumkehrbar: „Einmal aufgelöst, kann diese gewachsene Struktur der Wissensvermittlung und der Etablierung künstlerischer Exzellenz nicht wiederhergestellt werden”, warnen Studierende wie Professor:innen in dem Brief. Aktuell akzeptiert die UdK keine neuen Bewerbungen mehr für die betroffenen Studiengänge. Die Erklärung verspricht jedoch, dass alle eingeschriebenen Studierenden ihren Abschluss erreichen werden.

Die Universität der Künste Berlin zählt zu den größten und renommiertesten Kunsthochschulen Europas. Sie vereint Studiengänge aus den Bereichen Bildende Kunst, Gestaltung, Musik, Darstellende Kunst sowie Kunst- und Kulturwissenschaften und verbindet künstlerische Praxis mit theoretischer Forschung.

Zum jetzigen Zeitpunkt hat die Petition über 3900 Unterschriften gesammelt, darunter auch von Robert Henke (Monolake), Dasha Rush, Jan St. Werner (Mouse on Mars), David August, Gerhard Behles (CEO Ableton), Carsten Nicolai (Alva Noto), Joseph Kamaru (KMRU) und Oliver Baurhenn.

Den Link zur Teilnahme findet ihr hier.

News

Weiterlesen

Ninja Tune: Label von US-Musikverlag Concord übernommen

Ninja Tune ist eines der größten Indies für elektronische Musik in Europa. Nun geht er in einem US-Konglomerat auf.

Ninja Tune: Label von US-Musikverlag Concord übernommen

Ninja Tune ist eines der größten Indies für elektronische Musik in Europa. Nun geht er in einem US-Konglomerat auf.

Nach Epstein-Verwicklung und Künstler-Boykott: Wasserman Media Group heißt jetzt „The Team”

Casey Wasserman hatte den Verkauf seiner Agentur angekündigt. Die Umbenennung markiert wohl den ersten Schritt im Prozess.

Robert Johnson: Offenbacher Club hat neuen Innenanstrich

Zuletzt war der britische Illustrator Stephen Smith mit den Live-Visuals von Oasis beschäftigt – nun gestaltet er die Innenräume des Offenbacher Traditionsklubs.

Raumsonde: Online-Tool soll Veranstaltungs-Genehmigungen in Berlin erleichtern

Wer in Berlin Open-Air-Events plant, bekommt mit der Plattform Raumsonde zukünftig eine digitale Partnerin an die Hand.

Konzertmonopol: Live Nation erzielt vorläufige Einigung mit US-Justizministerium

Live Nation und der Tochtergesellschaft Ticketmaster wird seit Jahren vorgeworfen, den Live-Sektor zu monopolisieren.

LiveKommbinat Leipzig: Initiative schlüsselt Preise für Clubbesuch auf

Warum kostet der Clubbesuch heute doppelt so viel wie früher? Dieser Post zeigt, wie sich Clubnächte in den letzten Jahren verteuert haben.

Peru: Bombenanschlag in Nachtclub verletzt mindestens 33 Menschen

Während eines Konzerts im Club Dalí in Trujillo kam es zu einer Explosion, bei der auch Minderjährige ernsthaft verletzt wurden.

THE CLUBMAP: Berliner Eventkalender startet als App

Einst erschien THE CLUBMAP als gedrucktes Magazin, nun ist die App als Alternative zum Monopolisten Resident Advisor verfügbar.

Berlin: Demo-Rave zum Erhalt des RAW-Geländes geplant

Mit „Musik, Herz und Haltung” will der Verein Slust gegen die Schließung von Clubs auf dem RAW-Gelände protestieren.
Die Wasserman Media Group, die jetzt The Team heißt, verfügt über Büros auf allen fünf Kontinenten – hier Sportler:innen und Agent:innen aus Großbritannien (Foto: The Team)

Nach Epstein-Verwicklung und Künstler-Boykott: Wasserman Media Group heißt jetzt „The Team”

Casey Wasserman hatte den Verkauf seiner Agentur angekündigt. Die Umbenennung markiert wohl den ersten Schritt im Prozess.
Der Künstler Stephen Smith im frisch gestalteten Robert Johnson (Alle Fotos: Holger Wüst)

Robert Johnson: Offenbacher Club hat neuen Innenanstrich

Zuletzt war der britische Illustrator Stephen Smith mit den Live-Visuals von Oasis beschäftigt – nun gestaltet er die Innenräume des Offenbacher Traditionsklubs.
Wankelmut spielt auf einem Open-Air im Strandbad Grünau (Foto: Instagram / wankelmut.berlin)

Raumsonde: Online-Tool soll Veranstaltungs-Genehmigungen in Berlin erleichtern

Wer in Berlin Open-Air-Events plant, bekommt mit der Plattform Raumsonde zukünftig eine digitale Partnerin an die Hand.
Fred again.., Four Tet und Skrillex touren mit Live Nation (Foto: Chris Lavado)

Konzertmonopol: Live Nation erzielt vorläufige Einigung mit US-Justizministerium

Live Nation und der Tochtergesellschaft Ticketmaster wird seit Jahren vorgeworfen, den Live-Sektor zu monopolisieren.
Inzwischen wieder geschlossen: Das Axxon N. (Foto: Joao de Carvalho)

LiveKommbinat Leipzig: Initiative schlüsselt Preise für Clubbesuch auf

Warum kostet der Clubbesuch heute doppelt so viel wie früher? Dieser Post zeigt, wie sich Clubnächte in den letzten Jahren verteuert haben.
Die Disco Dalí in Trujillo (Foto: Google Maps/Khriz Acm)

Peru: Bombenanschlag in Nachtclub verletzt mindestens 33 Menschen

Während eines Konzerts im Club Dalí in Trujillo kam es zu einer Explosion, bei der auch Minderjährige ernsthaft verletzt wurden.
Die neue THE-CLUBMAP-App für Android (Foto: Heiko Jansen)

THE CLUBMAP: Berliner Eventkalender startet als App

Einst erschien THE CLUBMAP als gedrucktes Magazin, nun ist die App als Alternative zum Monopolisten Resident Advisor verfügbar.
Protestierende Menschenmenge (Foto: Chris Slupski, lizenzfrei zu verwenden via Unsplash)

Berlin: Demo-Rave zum Erhalt des RAW-Geländes geplant

Mit „Musik, Herz und Haltung” will der Verein Slust gegen die Schließung von Clubs auf dem RAW-Gelände protestieren.