Die Brandkatastrophe in der Bar Le Constellation im Wallis in der Schweiz mit 40 Toten und 116 meist schwerverletzten zieht ihre Kreise. So muss die römische Discotheken-Institution Piper nach einer Sicherheitsinspektion vorerst schließen.
Zu den festgestellten Problemen zählen bauliche Veränderungen am Club ohne behördliche Genehmigung, unzureichende Fluchtwege sowie eine massive Überfüllung der Räumlichkeiten. Diese führten aber nicht allein zu der Schließung.
Wiederholt kam es in den letzten Monaten zu Schlägereien, Beschwerden wegen Ruhestörung und dem Ausschank von Alkohol an Minderjährige. Die Behörden beschlagnahmten dabei auch die Vermögenswerte des Clubs. Ob das Piper wiedereröffnet wird, ist noch unklar. Insgesamt wurden in Rom drei weitere Bars geschlossen.
Dabei wurde das Piper nicht zum ersten Mal geschlossen. Eine Prügelattacke, bei der ein 20-Jähriger ins Krankenhaus eingeliefert wurde, in der Nacht zum 3. Mai 2025 hatte Wellen geschlagen. Er erlitt einen Nasenbeinbruch, nachdem er im Inneren des Lokals von einem Gleichaltrigen geschlagen und anschließend von Türstehern bewusstlos auf die Straße gezerrt worden war. Das Opfer wurde schließlich von Passanten versorgt.
Infolge der Tragödie in der Schweiz wurden in mehreren europäischen Städten Kontrollen verschärft. So ordneten die Behörden in Prag umfassende Brandschutz- und Sicherheitsinspektionen in Nachtclubs und Bars an. Auch in Nordrhein-Westfalens Karnevalshochburgen werden Veranstaltungsorte verstärkt überprüft.
In der Schweiz richten sich die Ermittlungen derzeit gegen die Betreiber der Bar Le Constellation in Crans-Montana. Eine ehemalige Mitarbeiterin wirft der Ehefrau des Betreiberpaares vor, das Abbrennen von Tischfeuerwerk mit Sprühkerzen, das zum Brand führte, angeordnet zu haben. Währenddessen befindet sich der Ehemann wegen bestehender Fluchtgefahr in Untersuchungshaft. Die Staatsanwaltschaft ermittelt gegen beide wegen fahrlässiger Tötung und weiterer Delikte.







