Das Luzerner Techno-Kollektiv Kopfklang plant zur diesjährigen Fasnacht (das Schweizer Äquivalent zum Karneval) ein sogenanntes Techno-Pop-up. Die Idee: Am 12. Februar will man das innerstädtische Balthasar-Haus mit über 25 DJs bespielen. Das stößt in der siebtgrößten Stadt der Schweiz nicht nur auf Applaus: Traditionalist:innen sehen durch die Party eine mögliche Aufnahme der Luzerner Fasnacht in das immaterielle UNESCO-Kulturerbe gefährdet.
Techno zur Luzerner Fasnacht sorgte auch in den vergangenen Jahren für Diskussionen: Während traditionelle Trommeln und Schlager dominieren, hat elektronische Musik einen geringen Stellenwert. Zudem stoppten die Behörden bereits mehrere Techno-Partys während des Fasnacht-Treibens. Grund hierfür waren rechtliche sowie lärmschutzbezogene Bedenken.
Das Kollektiv Kopfklang hat bereits einen Club in der Luzerner Nachbargemeinde Emmen eröffnet und mehrere Events sowie Festivals organisiert, darunter auch Partys über die Region hinaus. Unterstützt wird das Pop-up-Projekt unter anderem von einem lokalen Bierhersteller und dem Balthasar-Haus selbst, das seit einigen Jahren leer steht. Auch politische Akteure wie der Regierungsrat unterstützen das Format.







