In der Silvesternacht brach in der Bar Le Constellation im Schweizer Wintersportort Crans‑Montana ein verheerender Brand aus. 40 Menschen kamen ums Leben, 116 Personen wurden schwer verletzt, darunter viele Jugendliche und junge Erwachsene. Inzwischen ist klar, was den Brand verursachte. Ein an Champagnerflaschen angebrachtes Tischfeuerwerk entzündete die Deckenverkleidung der Bar, durch ein sogenanntes Flashover breitete sich das Feuer schlagartig im ganzen Raum aus. Die Behörden leiteten eine Untersuchung ein und ermitteln gegen die Betreiber wegen möglicher fahrlässiger Tötung.
Der Rettungseinsatz gestaltete sich anspruchsvoll: Einsatzkräfte setzten Helikopter-Transporte und zahlreiche Rettungswagen ein, um die schwerverletzten Opfer in spezialisierte Krankenhäuser zu bringen. Wie die Gemeinde Crans‑Montana eingestand, wurde die Bar seit sechs Jahren nicht mehr regulär brandschutztechnisch kontrolliert, obwohl in der Schweiz eine jährliche Überprüfung vorgeschrieben ist. Die Gemeindeverantwortlichen bedauerten die Versäumnisse zutiefst und kündigten Sofortmaßnahmen an, darunter ein Verbot von Pyrotechnik in Innenräumen.
Die Behörden haben inzwischen alle 40 Todesopfer identifiziert. Als Zeichen der Trauer und des Gedenkens plant die Schweiz einen nationalen Trauertag.







