In der Nacht auf Dienstag warfen zwei bislang unbekannte Täter gegen 5 Uhr morgens eine Handgranate in den Sinatra Club 04 in der Audre-Lorde-Straße im Berliner Stadtteil Kreuzberg. Ermittler verorten die Täter im Bereich der organisierten Kriminalität. Die Explosion beschädigte das Lokal. Verletzt wurde niemand, weil sich zum Zeitpunkt der Tat keine Personen in den Räumlichkeiten befanden.
Nach Angaben der Polizei öffneten die beiden maskierte Täter gewaltsam eine aufklappbare Fensterfront und warfen einen Sprengkörper ins Innere, der kurz darauf detonierte. Die Explosion hinterließ Einschläge an Fensterscheiben und Schäden im Eingangsbereich; die Täter flohen unerkannt. Kriminaltechniker sicherten Spuren, Spezialisten des Staatsschutzes, darunter die Einheit BAO (Besondere Aufbauorganisation) „Ferrum”, haben die Ermittlungen übernommen.
Die Hintergründe der Tat sind bislang unklar, doch die Polizei prüft Verbindungen zur organisierten Kriminalität und einer Serie von Schutzgelderpressungen und Schießereien, die in Berlin in den letzten Monaten stattgefunden haben. Solche gewaltsamen Vorfälle – von Schusswechseln auf offener Straße bis zu Angriffen auf Gewerbetreibende – werden von Ermittlern als Teil einer eskalierenden Konfliktlage innerhalb krimineller Netzwerke bewertet.







