Kappa Futur 2024: Festival-Mix von Benedikt Frey

Benedikt Frey macht gute Musik, deshalb haben wir auch schon da und dort über sie geschrieben. Der DJ-Producer worklifebalanciert außerdem ein Label, für dessen Platten man gern den halben Monatslohn verprasst. Am Wochenende ist Frey dann unterwegs in Zagreb oder Bristol, Hauptsache Italien. Dort, in Turin, legt er am 6. Juli 2024 auf dem Kappa Futur auf – und zwar neben KI/KI, DJ Nobu oder Freddy K.

Wer heute die Ketten ölt, strampelt rechtzeitig vom Brandenburger Tor in die Turiner Industriebrache. Alle anderen fahren mit dem Auto oder sammeln ein paar Meilen. Daheimgebliebenen bleibt dieser Mix, den Benedikt Frey als kommender Kappa-Futur-Act für uns aufgenommen hat. Darauf zu hören: Frey als zweistündiger Moodsetting-Thermostat, den man genau dann aufdreht, wenn sich die Siestasonne langsam verzieht und der Nacht wieder mal eine Chance gibt.

Was hast du dir bei der Aufnahme des Mixes gedacht?

Benedikt Frey: Der Mix ist ein Potpourri aus circa 200 Tracks, die ich mit aufs Festival nehmen werde, und dient natürlich meiner Vorbereitung.

Wo hast du ihn aufgenommen?

Bei mir zu Hause.

Welches Setup hast du verwendet?

Zwei CDJs und einen Turntable.

Wie bereitest du dich auf deinen Auftritt auf dem Kappa Futur vor? Wie ist es für dich, auf so einem großen Festival aufzulegen?

Extra für dieses Festival habe ich einen Ordner mit etwas älteren Stücken aus eigener Feder angelegt, die ich schon lange nicht mehr gespielt habe, wie beispielsweise alte Tracks von VTOTHED. Weil Moodymann einen Tag nach mir spielt, werde ich natürlich auch ein, zwei Lieblingsstücke von ihm mit einpacken.

Ich rechne dem Festival hoch an, dass es neben dem etwas kommerziellen Line-up auch eine Bühne gibt, die sich weniger auf Funktionalität beruft als auf musikalische – nennen wir es mal – Experimente. Es ist tatsächlich das größte Festival, auf dem ich je gespielt habe. Daher bin ich super aufgeregt und glücklich darüber, dass mir die Möglichkeit gegeben wird.

Da ich explizit um ein Warm-up-Set gebeten wurde, was ich neben einem Closing-Slot am meisten liebe, kann ich mich jedoch weitestgehend entspannen und schauen, in welche Richtung ich das Ganze navigieren möchte. Festivals, vor allem unter freiem Himmel, kann ich nutzen, um ein Setting zu vertonen. Würde es beispielsweise regnen oder stürmen, spiele ich andere Musik, als wenn die Sonne scheint und keine Wolke am Himmel zu sehen ist. Ich achte sehr auf meine Auswahl und die gegebenen Umstände.

Kannst du eine Geheimwaffe nennen, die du aktuell häufig verwendest?

Wirkliches Dynamit und wirklich ganz toll für viele Festivals:
Dirty Jesus – „Don’t Fuck With My Shit (RV Cock’s Black Cock Mix)”

Gibt es drei aktuelle Veröffentlichungen, die deine Aufmerksamkeit erregt haben?

Ja! Eusebeia – „Face Your Fear”, DALO – „Duster” und Legowelts neues Album Like A Song From Your Dream.

Was steht nach dem Kappa bei dir im Sommer an?

Ein Auftritt auf dem Festival Am Bach in Luzern. Ansonsten widme ich mich einer neuen Album-Produktion für Chris Imler auf Fun In The Church. Dazu kommen: eine Kollaboration mit Sansibar und ein neues INIT-Album, das nächstes Jahr auf R.i.O. erscheinen wird. Darüber hinaus kommt ziemlich bald ein digitales Release auf Rhythmic Culture mit vier Drum’n’Bass-angehauchten Stücken, die mir sehr am Herzen liegen.

GROOVE präsentiert: Kappa FuturFestival

5. bis 7. Juli 2024
Tickets: ab 70 Euro
Parco Dora
Turin

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