Foto: Peter Gannushkin (Anthony Braxton)

Vier Festivaltage mit 200 involvierten Musiker*innen aus mehr als 15 Ländern in fünf Locations – so lesen sich die quantifizierbaren Faktoren des Jazzfests Berlin 2019. Der Schwerpunkt liegt dabei auf Communities, Kollektiven und internationalen Begegnungen. Konzentrierten sich die Festspiele im letzten Jahr noch stärker auf Chicagos musikalische Blüten und afrofuturistische Strömungen, steht heuer der Austausch im Fokus. Als zentrale Figur für die künstlerische Umsetzung dieser Thematik engagierte man Anthony Braxton, seinerseits elementarer Bestandteil der amerikanischen Improvisations-Szene. Neben den obligatorischen begleitenden Screenings und Gesprächen stehen außerdem gänzlich neue Aufführungen an: Braxton selbst eröffnet das Festival mit seinem sechsstündigen Großprojekt „Sonic Genome” im Gropius Bau, an dem über 60 Musiker*innen mitwirken. Das Motiv des Austauschs findet in den Latenight Labs seine konsequente Umsetzung: Freitag- und Samstagnacht bespielen mehrere Formationen in laufend wechselnder Besetzung die Große Bühne der Berliner Festspiele.

Jazzfest Programm 2019

Groove präsentiert: Jazzfest Berlin 2019
31. Oktober bis 3. November

Line-Up: Ambrose Akinmusire, Angel Bat Dawid, Anthony Braxton, Ava Mendoza, Brian Marsella, Cansu Tanrıkulu, Christian Lillinger, Jaimie Branch, James Brandon Lewis, Julia Reidy, Kaos Puls, KIM Collective, Marc Ribot, Michel Portal, Mopcut, Moskus, Leïla Martial, Paul Lovens, The Brothahood, The Young Mothers uvm.

Tickets: Preise variieren für einzelne Veranstaltungen

Jazzfest Berlin 2019
Haus der Berliner Festspiele, Gropius Bau, A-Trane, Quasimodo, Gedächtniskirche
Berlin