burger
burger
burger

BURNT FRIEDMAN Zokuhen (Nonplace)

- Advertisement -
- Advertisement -

Schon fast zwei Jahrzehnte länger als der einfache Begriff „Bassmusik“ gleich ein, wenn auch offenes, Genre bezeichnen darf, zieht Bernd Friedmann im Universum bassbasierter elektronischer Musik seine Bahnen. Er ist mehr so zufällig da reingeraten, denn eigentlich geht es ihm darum, auszuprobieren, wie spezielle, nach westeuropäischem Verständnis ungerade Metriken und Rhythmen auf einem Bassfundament reagieren. Und so hört man auch auf diesem Appendix zu seinem Album Bokoboko, das im Februar 2012 erschienen war, wieder vertrackte Rhythmen, metallisches Gedengel und dazu schwebende Gitarrenfeedbacks sowie ins Unendliche ausufernde Dub-Spiralarme, die sich jedoch im rechten Moment immer zu einem gewissen Wumms verdichten. Der bassgetränkte, aber zugleich auch immer absichtlich etwas blutarme Sound von Nonplace-Releases verhält sich dabei zu britischer Bassmusik in etwa so wie ECM-Jazz zu afroamerikanischen Freejazz-Freakouts: kontrolliert und esoterisch statt wüst und muskelflexend. Eine uneigentliche und uneitle Meditationsmusik, die zu nichts zu gebrauchen ist, keine Gebrauchsmusik also, als zum konzentrierten Zuhören.

In diesem Text

Weiterlesen

Features

„A Techno Ballett Odyssee”: Den Rave auf Spitze heben

Wie sieht es aus, wenn Tanz, Rave und Club zu einer einzigen Performance verschmelzen? Das könnt ihr diesen Winter bei A Techno Ballet Odyssey erleben.

Khisdapaze-Kollektiv am Flughafen TXL: „Gästeliste bekommen nur unsere Eltern, aber die müssen dafür auch mit anpacken”

Vom saisonalen Sägewerk-Festival zum dauerhaften Kulturort: Das Kollektiv Khisdapaze bespielt den ehemaligen Flughafen Tegel.

[REWIND 2025]: Clubmusik im Konzertformat: Coldplay oder Keinemusik?

Die Leute sagen Rave und meinen Karaoke. Kein Problem, wenn der Technokeller zum Stadionkonzert wird, findet unser Autor.