Das nächste Wunderkind direkt von der Mutterinsel aller Wunderkinder. Man muss diesen jungen Engländern zugestehen, dass sie oft eine unbeschwerte Leichtigkeit an den Tag legen. Das gilt für die furchtlose Auswahl an Sample-Vorlagen ebenso wie für Arrangement- und Rhythmusentschlüsse. Der 19-jährige Gerry Read ist dafür ein Paradebeispiel. So weit von handelsüblichen House-Schemata weg, dass er schon wieder in ihrer Mitte ankommt. „All By Myself“ stolpert und dreht sich ein wenig zu sehr um die entgleisten Vocals, um wirklich die volle Punktzahl zu erreichen. Dieses Versprechen löst dafür „What A Mess“ vollends ein. Dass hätten Moodymann und Theo Parrish in ihren besten Tagen nicht viel anders gemacht. Nur, Read klingt nicht wie ein Imitator, sondern nach Thronfolger mit eigenem Pinselschwung. Drone-Disco-House!