Für den achten Watergate-Mix versucht Lee Curtiss eine Brücke zwischen dem Sound seiner Heimatstadt Detroit und dem Place-to-be Berlin zu schlagen. Dafür rekrutierte er unter anderem seine Visionquest-Kollegen Seth Troxler, Maceo Plex und Shaun Reeves und nimmt auch eigene Stücke mit in den Mix. Die Verschmelzung ihrer Tracks gelingt ihm mit einer so balancierten Leichtigkeit und vibrierenden Tiefe, dass es eine wahre Freude ist. Dabei wird man weder mit Gewalt auf die Beine gescheucht noch mit dem Glanz des wirklich Neuen geblendet, eher gelingt ein einheitlicher und organischer Zusammenfluss. Eine kleine Schattenseite ist, dass man die ganz großen Höhepunkte vielleicht vergeblich suchen mag. Aber manchmal muss das kleine Detail für das strahlende Ganze geopfert werden. Geschmackssache bleibt außerdem, wo die eigene Schmerzgrenze bei Techno mit Gesang liegt. Denn der zieht sich durch den ganzen Mix, mal genau auf den Punkt, und mal in der liegenden Acht des Technoloops mäandernd.