Howdy! Jonas Wahrlich und seine Bande wildgewordener Minimal-Cowboys sind los. Ganz schön lang ist die Liste von Namen, die mit der Doppelcompilation Minor Hats auf den Tisch geflogen kommt. Und auch wenn die wenigsten davon direkte Assoziationen in einem wecken, präsentieren sie alle die Hamburger Schmiede Eminor Records und ihr umfangreiches Labelnetzwerk, in dem sich auch Der Hut einreiht. Die 29 enthaltenen Stücke sollen dabei einen musikalischen Querschnitt des Labels bieten. Kadenzen, so heißt der erste Teil der Reise, präsentiert formathaften Tech House, der keine großen Experimente wagt. Muss ja vielleicht auch nicht sein, denn das Rezept ist denkbar einfach. Schließlich lassen sich mit ein paar Vocalschnipseln, clashenden Drums und galoppierenden Hooks die elementarsten Tanzmotoriken zum Leben erwecken. Für manch einen sicherlich unspektakulär, der andere vereinigt sich damit gerne im milchigen Strobonebel. Krempen nennt sich die zweite Mixhälfte, die mit scharfkantigerem Minimal-Techno aufwartet. Labelchef Wahrlich steuert außerdem zu jeder CD einen DJ-Mix bei.