Detroit ist pleite. Mal wieder. Oder immer noch. Aber wo das finanzielle Kapital fehlt, da gibt es immer noch kreatives. Behauptet zumindest die Compilation In The Dark: Detroit Is Back auf Still Music, die an die 2005 veröffentlichte In The Dark: The Soul Of Detroit andockt. Das Personal überschneidet sich geringfügig, Patchworks und Marcellus Pittman waren bereits damals an Bord. Einige der zu erwartenden größeren Namen fehlen, dafür sind bisher unbekannte Youngsters und ein paar Urgesteine wie Terrence Dixon, Gerald Mitchell und Rick Wilhite dabei. Den Einstieg macht Mikes Bruder Craig Huckaby mit einer jazzigen Note, danach hangelt sich die Compilation an einem souligen roten Faden über viel Tech und einigem Deep House entlang, entert Acid-affine Gefilde und lässt finstere, technoide Tracks rumoren. Highlight: Todd Modes mit dem discoiden „I’d Rather Be With You“. Über zweieinhalb Stunden wird aber viel Mittelmäßiges bis Nebensächliches neben rar gesäte Diamanten gestellt. Obwohl In The Dark: Detroit Is Back keinem musikalischen Konkursbescheid gleichkommt: dem selbstbewussten Titel wird sie nicht gerecht.