Martin Enke ist seit einem Jahrzehnt Produzent für Electronica, der sich nach zahlreichen Experimenten auch mal den gradlinigen Beats gewidmet hat. Deshalb sind seine Verstecke auch so viel verschlungener als allgemein üblich. Was will man mehr: vier ungemein tiefe Tracks auf einer EP, die mit „Brooklyn“ ihren ersten Höhepunkt erreicht. Federnde Beats, umweht von einem Klavier-Thema, das fast schon an Jay Haze’ Version zu Yann Tiersens Amelie-Soundtrack erinnert. Superbe Dancefloor Schleicher auch beim Titeltrack und „They’re Singing“. Enkes Vergangenheit kommt besonders bei „For Good“ zum Vorschein, dem äußerst sanften Rausschmeißer aus diesem schillernden Klanguniversum mit Suchtpotential.